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Mehr Platz für Palliativ-Medizin

Station vergrößert Mehr Platz für Palliativ-Medizin

Nach dem Umzug hat sich die Größe der Palliativ-Station im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster auf rund 550 Quadratmeter verdoppelt. Statt 120 Patienten sollen künftig 150 pro Jahr aufgenommen und versorgt werden, erklärte der Leitende Oberarzt Dr. Klaus Wittmaack zwei der Vorteile.

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Mitarbeiterbesprechung ausnahmsweise im gemütlichen Aufenthaltsraum für Patienten: Dr. Klaus Wittmaack (von links), Prof. Jochen Hansen, Sabine Fock, Tim Quackenbrügger, Pflegeleiter Axel Gehrke und Kati Schröder.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Mit dem Zuschnitt des einen Doppel- und der vier Einzelzimmer kann sich die Station im Notfall sogar bis auf acht Betten ausweiten. „Denn es gibt mehr Patienten, als wir bisher palliativ versorgen konnten“, sagte Wittmaack. 150 nicht mehr heilbare Menschen mit einer Verweildauer zwischen zwei Tagen bis vier Wochen („Die Wege am Ende des Lebens verkaufen sehr unterschiedlich.“) wurden bisher pro Jahr aufgenommen; 180 sollen es werden.

 Versorgt werden sie von einem Team bestehend aus einer halben Arztstelle, 7,2 Vollpflegestellen, Physioonkologie, Physiotherapie, Sozialdienst sowie neuerdings auch Kunst- und Musiktherapie, die bei Bedarf aus Spendenmitteln finanziert wird. Aus diesem Topf (nicht zuletzt dank vieler Kondolenzspenden) wurden auch die 53500 Euro für die Ausstattung einschließlich Spielecke und Bildern bestritten; blieben noch 61500 Euro Umbaukosten für das FEK.

 Vor allem freuen sich die Mitarbeiter über mehr Platz nicht nur im multifunktionalen Patientenaufenthaltsraum mit gemütlichem Wohnzimmercharakter samt Plüschsitzgruppe und Küchenzeile. „Wir haben jetzt ein großes Besprechungszimmer, ich ein kleines Arztzimmer, das Personal einen vernünftigen Sozialraum und gute Bade- und Duschmöglichkeiten für die Patienten“, erklärte Wittmaack. „Und wir haben mehr Lagerkapazitäten und müssen Getränke, Speisen und Verbandsstoffe nicht mehr in einem Raum unterbringen“, ergänzte Schwester Sabine Fock.

 Das Ambiente der Station mit kleinen Sitzecken, gedimmtem Licht im Mittelteil und farblich passenden Bildern an den Wänden ist noch nicht ganz komplett. Aber die Kerze, die im Falle eines Ablebens als stilles Zeichen des Gedenkens angezündet wird, hat im Flur schon ihren Platz gefunden.

 Zwei Drittel der Patienten werden von der Palliativstation übrigens in Pflegeheime oder nach Hause entlassen. „Umso wichtiger ist“, sagte Wittmaack, „dass dann eine gute Anschlussversorgung greift.“ Für die zeichnet Tim Quackenbrügger verantwortlich. Er ist der Koordinator für die Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung bei der Diakonie Altholstein.

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