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2500 Stunden Praxis-Unterricht

Pflegeschule FEK 2500 Stunden Praxis-Unterricht

Mit einer Handvoll Krankenschwester-Lehrlingen fing 1956 alles an. Heute, 60 Jahre später, ist die Pflegeschule des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) Neumünster der größte Lehrbetrieb der Stadt mit 115 Gesundheits- und Krankenpflegeanwärtern.

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Auf 115 Pflegeschüler und 40 Lehrer ist die Pflegeschule in den 60 Jahren gewachsen.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster. Mit den Jahren hat sich viel verändert. „Ich musste in meiner Prüfung damals noch einen ganzen Instrumententisch herrichten und die Gegenstände benennen“, erinnert sich Pflegeschulleiter Rainer Loose. Der 57-jährige ausgebildete Krankenpfleger ist seit 25 Jahren an der Pflegeschule, zunächst als Lehrer und seit 2001 als Leiter. Das Fach Instrumentenkunde gibt es heute nicht mehr.

Die wesentlichste Veränderung in der Ausbildung ist das Verhältnis von Theorie zu Praxis. Damals gab es in den drei Ausbildungsjahren etwa 500 Unterrichtsstunden in der Theorie, mittlerweile werden 2100 Stunden darauf verwendet, den Azubis Gesetze, Pflegewissenschaften und medizinischen Fachunterricht zu vermitteln. „Je mehr Möglichkeiten es in der Medizin gibt, desto komplexer ist auch die Pflege“, sagt Loose.

Zur Ausbildung gehören aber auch 2500 Praxis-Stunden. „Dabei geht es darum zu vermitteln, was der Pflegeschüler für Patientensituationen erlebt“, sagt Regine Gilgen, stellvertretende Oberin der DRK-Schwesternschaft, die seit 1983 am FEK arbeitet. Dabei werden Krankheitsbilder wie Herzinfarkt, Schenkelhalsfraktur oder Multiple Sklerose betrachtet und die richtige Versorgung vermittelt.

Damals war die Pflege der Hilfsberuf für die Ärzte, heute ist es ein eigenständiges Berufsfeld, bei dem Medizin als Hilfswissenschaft hinzugezogen wird. „Wir brauchen ein enormes medizinisches Hintergrundwissen“, sagt Gilgen. Mittlerweile gibt es deutschlandweit sogar 40 Studiengänge zum Thema Pflege.

Mit den Anforderungen sind auch die psychischen Belastungen für die Schüler gestiegen. „Das kann ganz schön harter Tobak sein, die Patienten bleiben immer kürzer und werden immer kranker“, fasst Gilgen zusammen. Deshalb sei der Bereich Psychologie/Sozialwissenschaften heute elementarer Teil der Ausbildung.

Das FEK bekommt seine Auszubildenden überwiegend über Praktikanten. Neben Empathie sind Belastbarkeit, professionelle Distanz und Spaß an der Arbeit mit Menschen die wesentlichen Voraussetzungen für die dreijährige Ausbildung. „Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind sehr gut“, so Gilgen.

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