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Pilgern zum Weltklimagipfel

Motto: „Geht doch!“ Pilgern zum Weltklimagipfel

Auf Vorschlag der Nordkirche wird ab Flensburg zur Weltklimakonferenz nach Paris gepilgert. Trotziges wie triumphierendes Motto: „Geht doch!“ Rund um Neumünster sind die Pilger am Sonntag, 20. September, unterwegs. „Mitmachen kann jeder“, fordert Silke Leng auf.

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Warben für die Etappe Mittelholstein auf dem ökumenischen Klima-Pilgerpfad: Praktikantin Ireen (von links) , Rolf Blöhm, Diakonin Silke Leng, Propst Stefan Block und Dechant Peter Wohs vor der Kirche St. Maria-St. Vicelin.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Mit Gleichgesinnten hat Leng, Diakonin bei der Ökumenischen Arbeitsstelle Altholstein, die Etappe organisiert. Den Pilgersegen gibt es morgens um 8.30 Uhr in Nortorf an St. Martin. Dann führt Rolf Blöhm, aktiv in der Wandergruppe „Mit Bibel & Rucksack“, die 24 Kilometer am ehemaligen Torfwerk Loop und Windenergieanlagen vorbei bis zum Dosenmoor.

 Das wird seit den 80er Jahren renaturiert und „kann als größtes Hochmoor in Schleswig-Holstein viel CO2 binden und unschädlich machen“, wie Propst Stefan Block erläuterte. Mehr werden die Guides vom Info-Stützpunkt bei Kaffee und Kuchen erklären. Wer nicht mehr bis zum Übernachtungsquartier Eduard-Müller-Haus an St. Maria-St. Vicelin wandern möchte, kann (gegen Bares; bitte per Internet reservieren) hier in die Pferdekutsche steigen oder sich von der Stadtwerken mit dem E-Mobil fahren lassen.

 Wasseraufbereitungsbecken, Schwale und Dosenbek sowie die kirchlichen Friedhöfe als riesige „grüne Lungen“ der Stadt sind weitere Stationen auf dem Weg zum Abendprogramm mit ökologischem Fußabdruck.

 Am Montag geht es nach Pilgersegen um 8.30 Uhr am Wertstoffzentrum Wittorferfeld und einer Anti-Fracking-Protestaktion im Auenland zur Übernachtung in Gemeindehaus Bad Bramstedt.

 Mit der Aktion möchte Kirche, die vor Ort einen Schwerpunkt auf die energetische Sanierung ihrer Gebäude und Voltaikanlagen setzt, für die weltweiten Folgen des Klimawandels sensibilisieren. Block: „Von unseren Partnerkirchen in Afrika erfahren wir das Leid der extremen Dürre.“ Dechant Peter Wohs erinnerte zudem an die uralte Christentradition des Pilgerns: „Diesmal bewegt uns der Klimawandel, auch die Schuld der Menschen daran.“

 20 Übernachtungen sind in Neumünster bereits gebucht, 70 Tagespilger haben sich angemeldet. Zwecks Planung bittet Silke Leng um eine kurze Ansage, wer mitpilgern möchte: „Es ist gut, zu wissen, ob man für 20 oder 120 Leute Kuchen backen muss.“

 Anmeldungen im Internet: www.klimapilgern.de oder auch unter der E-Mail-Adresse silke.leng@altholstein.de

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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