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Unter der „Maxe“ rollt’s an

Pläne für den Skater-Park Unter der „Maxe“ rollt’s an

Wenn’s regnet, ist der Skater-Park am Log In nicht zu benutzen – dann wird’s den Skatern zu rutschig. Bis vor einem Jahr konnten sie unter die Max-Johannsen-Brücke ausweichen, doch dann wurde dort die Anlage abgebaut. Die Planungen für neue Ramps, Rails und Banks laufen.

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Fabian Berg (20, links) und Fabian Boeck (16) lassen ihre Skateboards unter der „Maxe“ wirbeln. Hier unter der Brücke wird im kommenden Jahr wieder ein kompletter Skate-Park aufgebaut sein.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. High Noon am Dienstag: Fabian Boeck (16) und Fabian Berg (20) schlendern zum Skaterpark am Log In, die Skateboards unterm Arm. Die beiden Jungs checken die Lage. „Zu nass“, lautet ihr vernichtendes Urteil. Auf den Beton-Rampen und Bänken drohen sie auszurutschen. „Dann wohl doch zur Maxe“, sagen sie. Hier ist die Skate-Anlage vor einem Jahr abgebaut worden, jetzt steht nur eine kleine Halfpipe. Aber im Frühjahr soll es wieder rund gehen.

 Da wird einem schon vom Zuschauen schwindelig. Rauf aufs Plateau, das Skateboard schwebt halb über der Kante, Schussfahrt die Rampe runter und gleich wieder hoch, oben eine 180-Grad-Wende, das Brett wirbelt durch die Luft, Fabian Berg steht wieder auf dem Board und stürzt sich die Rampe erneut herunter. Aber zufrieden wirkt er nicht. Sein Freund lässt sein Skateboard durch die Luft wirbeln, springt die Stufe hoch. Was passt ihnen denn nicht?

 „Die Halfpipe ist zu steil“, sagen sie. Die ebene Fläche zwischen den beiden Rampen sei zu schmal. „Für Anfänger ist das gar nichts“, erklärt der 20-Jährige. Beide sind keine Anfänger, skaten seit mehr als drei Jahren. „Und es bilden sich schon wieder Risse, die Kanten sind nicht eben“, zeigen sie. Einen großen Vorteil gibt es unter der Max-Johannsen-Brücke, der „Maxe“: Dort kann auch bei schlechtem Wetter geskatet werden.

 Im Jahr 2000 wurde hier ein Skate-Park aufgebaut, nach 15 Jahren entsprach er nicht mehr den Sicherheitsstandards und musste abmontiert werden. Der Park am Log In an der Pastor-Rösner-Straße kam vor sechs Jahren. Aber bei schlechtem Wetter nützen dort alle Ramps, Banks, Rails und der Pool nichts – dann kann nicht gefahren werden.

 Thomas Zang vom Grünflächenamt ist für den Neubau und Spielplätze zuständig. Er plant schon seit Sommer, wie es unter der Brücke weitergehen kann. „Maxe reloaded“ – unter diesem Motto fand jetzt wieder ein Workshop mit Skatern statt, in dem die neuesten Pläne vorgestellt und diskutiert wurden. Hannes Nockel von der Firma Anker Rampen aus Kiel stellte Elemente vor. Der kennt sich aus, hat schon diverse Skater-Parks bestückt.

 „Die Planung ist witziger“, sagt Zang. Die Rede ist von Curbs mit geraden und gecurvten Seiten, Slappy-Curbs die wie Parkplatzbegrenzungen aussehen, Rails (Rohren), Quarters. Alle wissen, wovon sie sprechen. „Auf jeden Fall bauen wir aus Beton, der Unterhaltungsaufwand ist geringer“, sagt Zang. Die Kanten der Elemente können Stahl sein, eine wird aus Granit bestehen – fürs Fahrgefühl. 80000 Euro stehen bereit – abzüglich der kleinen Halfpipe, die schon steht.

 „Damit machen wir jeden glücklich“, sagt Benjamin Neuschl, und Tilo Michaelis, beide Workshop-Teilnehmer, sagt: „Ich finde das rund.“ Übrigens soll wegen der Anwohner so lärmarm wie möglich gebaut, Hohlräume verfüllt werden. Im Frühjahr, schätzt Zang, kann mit dem Bau begonnen werden. „Innerhalb einer Woche stehen die Elemente“, so Nockel. Dann bringt’s den beiden Fabians auch wieder mehr Spaß.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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