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Stadt-Bühne und Wasser-Treppe

Ideen für den Großflecken Stadt-Bühne und Wasser-Treppe

Drei Planungsbüros stellten am Donnerstagabend ihre Ideensammlungen für Neumünsters Innenstadt vor, die sich angesichts der frisch eröffneten Holsten-Galerie mit neuen Akzenten profilieren soll. Ob Wassertreppe zum Teich, Stadtbühne für den Großflecken oder Open-Air Kino – der Bauausschuss war beeindruckt.

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Dieses Archiv-Foto zeigt die Weite von Neumünsters Großflecken. Drei Planungsbüros haben jetzt ihre Ideen für eine bessere Gestaltung präsentiert.

Quelle: Cornelia Wunder

Neumünster. Durchweg erkannten alle Planer die Wasserfläche und die vielen Grünanlagen mitten in der Stadt als hohes Potenzial an, das es zu polieren gelte. Und keiner der drei stellte die Grundgestaltung des Großfleckens mit seinen multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten in Frage.

 Der Kieler Jens Bendfeldt möchte dem Großflecken mit einer Stadt-Bühne mit künstlerisch gestaltetem Dach („Eine große Box, sechs Meter hoch.“) im nördlichen Bereich, nutzbar für Konzerte und andere Veranstaltungen, eine Art Raumteiler verpassen. Für die Westseite des Fleckens schweben ihm mehr Bäume vor – und er lässt die „historische“ Baumreihe zwischen Bürgersteig und Fahrbahn auf der Ostseite wieder aufleben. Als neues Material für das viel kritisierte Granitpflaster schweben ihm für den Flecken Granitplatten vor. „In Ocker und Sandtönen wie in der Galerie.“

 Für den „Fußboden“ hatten der Hamburger Michael Kaschke und Tonio Trüper aus Lübeck eine ganz andere Lösung: Großgranit raus, Oberfläche glatt schleifen, wieder einbauen. „Der historische Eindruck bleibt, es geht sich besser.“ Beide hatten auch die Bastion der Kieler Brücke, sozusagen Scharnier zwischen neuer Galerie und Großflecken, ins Auge gefasst: Kaschke ließ sie rund, versah sie aber mit Sitzstufen. Trüper gestaltete sie zur rechteckigen „Wasser-Treppe“ um.

 Vorschlag aus Lübeck für den Großflecken: Wasserspielfläche analog zum Kleinflecken; weniger Stellplätze auf der Ostseite. „Und der Karstadt-Parkplatz muss weg, gleich.“ Neupflasterung der Lütjenstraße mit Entwässerungsrinne; Pflegekur für die Teichuferanlagen mit Open-Air-Kino an exponierter Stelle.

 Kaschke fand vieles an Neumünsters Potenzial „phantastisch“, schlug für den Platz an der Mühlenbrücke eine Abtrassierung vor, räumte auf am Teichufer, in das er die „Brausebude“ versetzte. Am Ost-Bürgersteig des Fleckens wollte er ebenfalls die historische Baumreihe sehen, zudem ein „Fontänen-Band“ an der Westflanke der Fahrrad-Allee.

 „Stellen Sie unbedingt die Rathaus-Fassade vom Grün frei.“ Und vielleicht ein Weihnachtsbaum auf dem Teich wie auf der Alster? Aber auf jeden Fall einheitlichen Klinkerbelag für die Flanierzone zwischen Galerie und Großflecken. „Hochkant verlegt, das ist haltbarer.“ Und mehr Sitzmöbel für den Flecken.

 Die Ausschussmitglieder haben nun ein bisschen Zeit, alle Eindrücke sacken zu lassen. Einstimmig nahmen sie das Präsentierte größtenteils beeindruckt zur Kenntnis. Demnächst bittet Oberbürgermeister Olaf Tauras zum Gespräch, um noch mehr Informationsbedarf abzudecken. Dabei soll es auch um die Kostenfrage gehen.

 Bis dahin soll auch geklärt werden, was am Ostrand des Platzes an Kabeln im Erdreich liegt und damit womöglich das Aufleben der Baumreihe verhindert. Genau an solchen „Bodenschätzen“ war in den 90er Jahren die Baumreihe auf der Westseite gescheitert, die als Ersatz für die ursprünglich geplanten Arkaden hatte gepflanzt werden sollen.

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