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Plastik? Einfeld pfeift drauf

Stiftung beschert Leinenbeutel Plastik? Einfeld pfeift drauf

Einfeld rettet zwar nicht die Welt, aber fängt zumindest damit an: In Kooperation mit der Einfelder Michel Stiftung hat der Stadtteilbeirat am Dienstag begonnen, 3000 Leinen-Einkaufsbeutel zu verteilen, um das Umweltbewusstsein zu schärfen.

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Auf Plastiktüten sollen die Einfelder pfeifen, Leinenbeutel sind in: Die Aktion präsentierten am Dienstag Thomas Paulson (von links), Lisa Hentschel, Klara Michel und Sven Radestock.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Plastik? Da pfeif ich drauf“, flötet ein kecker Spatz auf der Tasche per blauer Sprechblase. „Sie soll eigentlich den Einfelder See symbolisieren, aber das passt figürlich nicht so ganz“, gab Stadtteilvorsteher Sven Radestock zu. Den hatte ein Gespräch mit Apotheker Thomas Paulson nachdenklich gemacht: Um und bei 3000 von diesen superleichten Plastik-Tüten gehen bei ihm pro Jahr über den Tresen, weil die Kundschaft danach verlangt.

 So kam das Angebot der Michel Stiftung, doch ein sinnvolles Projekt für eine erste Förderaktion zu benennen, gerade recht. Klara, die Tochter von Stifter Bernd Michel, nahm sich der Sache an. Und mit ihr Freundin Lisa Hentschel, die am Kieler Geomar Institut ihre Abschlussarbeit über Mikroplastik und die Verschmutzung der Meere geschrieben hat.

 So erfahren die Einfelder aus dem Flyer (gestaltet von Lisa und Layouter Jonas Kurth), der mit den Beuteln verteilt wird, dass bei Nutzung von Mehrwegtaschen statt Plastikbeuteln allein in Deutschland pro Jahr 184000 Tonnen Plastikmüll eingespart werden können. Allein die hierzulande verbrauchten Kunststofftüten würden aneinandergelegt 46 mal um den Äquator reichen.

 „Die Beutel sollen ein Geschenk sein, das zum Nachdenken anregt. Die ersten 250 haben wir bei der Seniorenweihnachtsfeier verteilt“, sagte Radestock. Sie sollen nicht nur in der Vorweihnachtszeit eine praktische Einkaufshilfe sein, sondern vielleicht sogar kultiges Accessoire werden. „Daraus könnte noch mehr Einfelder Gemeinschaftsgefühl entstehen“, ist Radestock überzeugt.

 Die Beutel, die mit einer einer Summe von 5000 Euro gesponsert wurden, sind bei Einfelder Beiratssitzungen und anderen Veranstaltungen im Stadtteil zu haben. Die Michel Stiftung peilt übrigens schon ein nächstes Projekt an: Ein möglicher Senioren Fitness Parcours am See wurde bereits im Bauausschuss vorgestellt. „Der wäre schon diesmal mein Favorit gewesen“, gab Klara zu.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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