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Politik fühlt sich übergangen

Wobau Neumünster Politik fühlt sich übergangen

„Eine Abstimmung wäre nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt erforderlich gewesen“, kommentierte am Dienstag Oberbürgermeister Olaf Tauras die Absichten der städtischen Wobau GmbH, sich von der Liegenschaft Alte Feuerwache wieder zu trennen.

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Von der alten Wache der Berufsfeuerwehr will sich die städtische Wobau wieder trennen und hat die Liegenschaft bereits annonciert.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Die hatte sie vor knapp einem Jahr für dem Vernehmen nach 800000 Euro aus dem Besitz der Stadt erworben. Nach dem Auszug der Berufsfeuerwehr sollte auf dem Areal zwischen Wittorfer und Gartenstraße attraktiver Wohnungsbau am Rande der Innenstadt entstehen, zudem ein neues Zuhause für den Verwaltungskomplex der Wobau selbst.

 Im Sommer stagnierten die Bauarbeiten. Die Bauverwaltung hatte die Baustelle stillgelegt. Tauras begründete damals: Es läge seit November immer noch kein kompletter Bauantrag vor; außerdem habe der Denkmalsschutz den Abbruch wertvoller Bausubstanz moniert. Wobau-Chef Uwe Honsberg hatte seinerzeit beklagt, er fühle sich von Neumünsters Stadtplanung behindert. Ein Abstimmungsgespräch im September führte zu keinem Ergebnis. Dafür inserierte die Wobau in einer Tageszeitung das Areal zum Verkauf „gegen Höchstgebot“.

 „Die Gremien der Wobau haben einen breiten Entscheidungsspielraum. Die Wobau ist allerdings nicht autark, sondern als städtische Tochter auch weisungsgebunden“, erklärte Tauras am Dienstag auf Anfrage. Derzeit lasse er rechtlich die Einflussmöglichkeiten der Stadt als Gesellschafter prüfen. Übergangen fühlte sich auf jeden Fall SPD-Ratsherr Thorsten Klimm als Aufsichtsratsmitglied: „Damals vor dem Kauf sind uns die Pläne auch vorgestellt worden. Wozu hat man denn solch ein Gremium?“ In der CDU-Fraktion hätten „allgemeine Überraschtheit und Sprachlosigkeit geherrscht“, berichtete deren Chef Gerd Kühl.

 Wobau-Chef Uwe Honsberg selbst war am Dienstag wegen Urlaubs für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Nach Informationen dieser Zeitung wollte Tauras dem Wobau-Chef wegen der eingetretenen Denkmalschutz-Probleme offenbar selbst den Verkauf nahelegen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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