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Wurde Linnemann bei Neumünster vergraben?

Suche bislang erfolglos Wurde Linnemann bei Neumünster vergraben?

Im Fall des vermissten Studenten Horst Georg Linnemann aus Neumünster gehen die Ermittler jetzt von einem Tötungsdelikt aus. „Die Hinweise verdichten sich, dass die Leiche eingegrabeen und angezündet wurde“, sagt Kiels Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Für Hinweise zur Aufklärung des Falls hat die Behörde eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.

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 Die Polizei fragt: Wer hat Beobachtungen im Zusammenhang mit dem PKW und dem Anhänger gemacht?

Quelle: Polizei

Neumünster. Mittwochvormittag rückte die Polizei in Neumünster zu einer Suchaktion aus. Auf einem brachliegenden Gelände in Wasbek, dem sogenannten Bullenbek, waren Leichenspürhunde im Einsatz. Nach Informationen unserer Zeitung soll sich der seit dem 15. Dezember 2014 vermisste 28-Jährige dort immer wieder mit Bekannten getroffen haben.

Im Zuge der bereits seit Monaten laufenden Ermittlungen hatten Fahnder der Mordkommission Kiel herausgefunden, dass Horst Georg Linnemann in eine Reihe von Eigentumsdelikten verwickelt gewesen sein soll. Gezielt soll der Maschinenbaustudent der Fachhochschule Kiel gemeinsam mit anderen Tatverdächtigen technische Geräte aus Garagen gestohlen und verkauft haben. Auch von Motorradteilen ist die Rede.

Die Polizei-Suche in Wasbek ist Mittwochnachmittag abgebrochen worden. Heute sollen die speziell ausgebildeten Hunde weiter nach dem Leichnam des Vermissten suchen.

Die Behörden gehen mittlerweile fest von einem Tötungsdelikt aus. Der Verdacht habe sich nach Ermittlungen der Mordkommission erhärtet. „Wir haben nun ein konkreteres Bild der Vorgänge im Dezember und gehen mittlerweile davon aus, dass die Leiche im Bereich Neumünster vergraben und vor dem Bedecken mit Erdreich angezündet worden ist“, sagt Heß. Unklar ist allerdings, an welchem Ort die sterblichen Überreste des Gesuchten verscharrt worden sind. Zwei 28 und 26 Jahre alte Tatverdächtige, die seit Jahresbeginn in Haft sitzen, schweigen sich aus.

Möglich ist, dass die Polizei bei ihrer Suche in Wasbek noch fündig wird. „Es können aber auch andere Orte im Stadtgebiet von Neumünster oder in angrenzenden Landkreisen sein“, so die Oberstaatsanwältin.

Wo ist Horst Georg Linnemann? Foto: Polizei

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Das Auto von Horst Georg Linnemann. Foto: Polizei

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Große Hoffnungen setzen die Fahnder nun auf Hinweise aus der Bevölkerung: Das Auto des Opfers sowie ein Leihanhänger der Firma Voss spielen dabei eine Rolle. Linnemanns blauer VW Golf IV mit dem Kennzeichen NMS-ZX 88 war am 20. Dezember 2014, fünf Tage nach dem Verschwinden des Studenten, in Hamburg gefunden worden. „Der Anhänger mit der grellen gelben Plane ist erst am 3. Januar umgestürzt im Bereich Wernershagener Weg/Weberstraße in Neumünster sichergestellt worden“, sagt Heß.

Gesucht werden nun Zeugen, die den Vermissten seit dem Mittag des 15. Dezember gesehen haben oder Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Golf und dem Anhänger gemacht haben. Hinweise an die Mordkommission Kiel unter Telefon 0431/1603 333

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Polizei bittet um Hilfe
Foto: Das Auto von Horst Georg Linnemann fand die Polizei in Hamburg.

Die Kieler Mordkommission ermittelt wegen eines mutmaßlichen Tötungsdeliktes in Neumünster. Seit dem 15. Dezember wird Horst Georg Linnemann vermisst. Der 28-Jährige lebte in der Warmsdorfstraße im Neumünsteraner Stadtteil Faldera. Zwei 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln stehen unter dem Verdacht, Linnemann ermordet zu haben.

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