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Metalldiebe auf Friedhöfen unterwegs

Polizei ermittelt Metalldiebe auf Friedhöfen unterwegs

Metalldiebe treiben wieder auf Friedhöfen ihr Unwesen: Nachdem der Polizei vor einigen Wochen nur wenige Anzeigen wegen Diebstahls von Metallbuchstaben von Grabsteinen vorlagen, häufen sich nun die offiziellen Meldungen dieser Delikte.

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Die Polizei in Neumünster ermittelt nach zahlreichen Metalldiebstählen auf Friedhöfen.

Quelle: Ulf Dahl (Symbolfoto)

Neumünster. Mittlerweile liegen der Polizei Neumünster 38 Anzeigen seit September 2016  vor. Die tatsächliche Anzahl der Fälle dürfte nach Angaben eines Sprechers aber nach dem derzeitigen Ermittlungsstand deutlich höher sein. Ein Grund dafür, dass jetzt viele Taten angezeigt werden, liegt nach Einschätzung der Polizei daran, dass die Gräber mit dem beginnenden Frühjahr von den Angehörigen zur Pflege aufgesucht werden und dann der Diebstahl festgestellt wird, der möglicherweise schon einige Zeit her ist.

Wie gehen die Täter vor? Die Bronzebuchstaben werden mit Gewalt aus den Verankerungen gehebelt und gestohlen. Parallel zu den Diebstählen wird von der Polizei auch wegen Störung der Totenruhe ermittelt. Neben der Beeinträchtigung der emotionalen und ideellen Werte der Angehörigen dürften allein bei den bisher bekannt gewordenen Fällen materielle Schäden im fünfstelligen Bereich entstanden sein. Die Kosten für die Wiedererstellung eines betroffenen Grabsteines können schnell 1000 bis 1200 Euro betragen.

Die Polizei ruft die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf Friedhöfen sollten umgehend zu melden (Polizeiruf 110). Darüber hinaus bitten die Beamten erneut mögliche weitere Geschädigte, Anzeige zu erstatten. Obwohl die Schwerpunkte der Taten derzeit auf dem Süd- und Nordfriedhof gelegen haben, können auch die Friedhöfe in den Stadtteilen betroffen sein.

So wurden in den vergangenen Wochen auch entsprechende Taten auf dem Friedhof in Einfeld bekannt. Hinweise an die Polizei Neumünster unter Tel. 04321/9450.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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