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Vorbild für Fernost

Ruthenberger Rasselbande Vorbild für Fernost

Besuch aus dem fernen Osten: Die japanische Pädagogik-Professorin Miho Funakoshi informierte sich über das besondere pädagogische Konzept in der Kita Ruthenberger Rasselbande in Neumünster als „Die Kinderstube der Demokratie“.

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Die aus Japan angereiste Professorin Miho Funakoshi (rechts) informierte sich mit der Kieler Professorin Raingard Knauer beim Leiter der Ruthenberger Kita Rasselbande, Dietrich Mohr, über „Die Kinderstube der Demokratie“.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Seit neun Jahren sind die Kinder der Kita „Mitbestimmer“ über die Gestaltung der Räume und die Inhalte der Betreuung. 2006 wurde dafür eine „Verfassung“ verabschiedet, die festschreibt, dass ein Kinderparlament nach demokratischen Regeln über Gestaltungsfragen diskutiert und abstimmt. „Das sind keine Pseudoabstimmungen. Die Inhalte der Beschlüsse werden im Kita-Alltag umgesetzt“, erklärte Leiter Dietrich Mohr. Grundlage für das Parlament und der daraus resultierenden veränderten Kita-Arbeit ist das von der Kieler Professorin Raingard Knauer entwickelte Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“. „Das wird von der Rasselbande vorbildlich umgesetzt“, zeigte sich Knauer beeindruckt, die ihre japanische Kollegin beim Besuch in Neumünster begleitete.

 Professorin Miho Funakoshi bildet in der japanischen Metropole an der Universität Erzieher aus. Sie arbeitet an einem Konzept, das Kindern in japanischen Kitas zukünftig eine vergleichbare Möglichkeit der Mitbestimmung einräumen soll. „Im Fokus meiner Forschung stehen dabei insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund“, berichtete sie. Japan sei ein beliebtes Einwanderungsland für Menschen unter anderem aus Kambodscha und Vietnam. Ihr Bestreben sei es, ein Kita-Konzept für ihr Land zu kreieren, dass gleichermaßen japanischen und Migrationskindern ermöglicht, soziale Kompetenzen zu entwickeln.

 Japan habe ein zweigegliedertes Kita-System, erklärte die Professorin. Berufstätige Eltern können ihre Sprößlinge im Alter von null bis sechs Jahren vom frühen Morgen bis in die späten Nachmittagsstunden betreuen lassen. Mütter, die nicht berufstätig sind, haben die Möglichkeit, Kinder zwischen drei und sechs Jahren in die Kitas zu geben.

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