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Projekt Sanierung Friedhofsmauer

Sponsoren gesucht Projekt Sanierung Friedhofsmauer

Die denkmalgeschützte Mauer des Nordfriedhofs an der Plöner Straße muss dringend saniert werden. Vor allem Witterungsschäden haben für einen maroden, teils unfallgefährlichen Zustand gesorgt. Die Kosten für das Projekt schätzt Uwe Kröger, ehemaliger Baupfleger des Kirchenkreises, auf rund 320000 Euro.

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Peter Lang (links) und Uwe Kröger vor dem sanierten Element im östlichen Mauerbereich. Wer kann mit Informationen über die Metallgitter-Ornamente weiterhelfen?

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Die Abdeckung löst sich seit Jahren auf. Wasser dringt ein, der Frost leistet dann ganze Arbeit, das Material platzt weg. Das Fugenmaterial an den Seiten muss unbedingt erneuert werden. Ganze Steine drohen, aus der Mauer zu fallen, und werden zur Unfallgefahr für Fußgänger und Radler“, schildert Kröger, seit Jahren engagierter Vorsitzender des Vereins Denkmal Friedhof. „Die Erschütterungen durch den Verkehr tun ein Übriges, die Straße war ja mal für Pferdefuhrwerke gedacht“, ergänzt Peter Lang, Verwaltungschef der Kirchlichen Friedhöfe Neumünster (KFN).

 Mit finanzieller Hilfe (12000 Euro) des Landesamtes für Denkmalpflege haben Kröger und Lang im vergangenen Sommer je zwei Musterfelder Probe sanieren lassen, nicht zuletzt um ein „Gefühl für die Kosten“ zu bekommen. Bereits 1927 war beim westlichen, mehr als 100 Jahre alten Mauerteil die ursprüngliche Eindeckung mit S-Pfannen durch Beton ersetzt worden. Die neue Betondachkante mit Traufrinne zum Schutz des Mauerwerks an der Unterseite fand sowohl den Beifall des Geldgebers wie des Landeskirchenamtes.

 Die Westseite, 1927 bei der Friedhofserweiterung vom Architekten Otto Lippelt angefügt, stecken 2,50 Meter lange Metall-Gitter in bewusst gelassenen Lücken im Mauerwerk. Die Firma Guder hat ihnen bei der Probe-Sanierung eine „sanfte“ Strahlreinigung verpasst. Kröger ist neugierig geworden: „Einige der Ornamente können wir nicht deuten. Runen? Orthodoxe Kreuze? Wer kann uns weiterhelfen?“

 Pekuniäre Hilfe wünscht sich der Verein Denkmal Friedhof bei dem Vorhaben vor allem von der Stadt Neumünster. „Die Mauer ist schließlich ein Ortsbild prägendes Element an einer der Haupteinfallstraße Neumünsters“, sagt Lang. Zudem stellen die Friedhöfe an der Plöner Straße ein Park ähnliches, erhabenes Ruhereservoir dar.

 In Neumünster ist - anders als in Flensburg oder Kiel - nicht die Stadt Träger der Friedhöfe. „Wir müssen uns von dem finanzieren, was wir selber erwirtschaften. Mittel aus der Kirchensteuer fließen dafür nicht“, stellt Lang klar. Der Förderverein freut sich über jeden Sponsor, wenn in 2016 der erste Abschnitt startet. „Die Spender werden namentlich erwähnt, als Druck an der Betonkante der Abdeckung“, sagt Schröder.

 Kontakt: Uwe Kröger, Tel. 04393/968228; E-Mail jukroeger@freenet.de; IBAN DE 4721 29001 60000 322 390.

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