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Reisezentrum zieht aus

Bahnhof Neumünster Reisezentrum zieht aus

Die Warteschlange vor den Fahrkartenschaltern reicht an Schoko-Keksen vorbei bis zu den Piccoloflaschen. Das Reisezentrum der Bahn in Neumünster befindet sich zwar im Bahnhof, allerdings in der hinteren Nische des Shops für Reiseproviant. Im Januar zieht es auf die andere Straßenseite des Kuhbergs um.

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Die Schlange vor den zwei besetzten Schaltern des Reisezentrums reicht weit in den Shop mit Süßigkeiten und Getränken hinein. Die Wartenden empfinden das als unangenehm.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. „Die Lage des Reisezentrums ist nicht optimal für die Kunden, daher haben wir seit einiger Zeit nach einer besseren Lösung gesucht“, erklärt Sabine Brunkhorst von der Pressestelle der Bahn in Hamburg. Die Alternative ist gefunden. Noch werden die Räume im Erdgeschoss des Gebäudes Kuhberg 1-3 umgebaut, in denen sich bis vor wenigen Jahren Geschäftsstelle und Redaktion der Kieler Nachrichten befunden haben. „Für Mitte Januar ist der Umzug vorgesehen“, so Brunkhorst.

 „Die neuen Räume liegen sehr nah am Bahnhof, und die Fläche ist dann auch etwas größer“, sagt die Pressesprecherin. Die Kunden müssen zwar die Straße überqueren, aber der neue Verkaufsraum hat 15 Quadratmeter mehr. „Der Service in Beratung und Verkauf und die Aufenthaltsqualität für die Kunden kann damit noch erhöht werden.“

 Die Warterei hat damit noch kein Ende. Auch am Kuhberg werden nur fünf Mitarbeiter beraten und Fahrkarten verkaufen. Dazu gibt es im Neumünsteraner Bahnhof vier Fahrkartenautomaten. An einem steht Judit Kühl aus Jevenstedt, die sich ihr Ticket nach Bad Oldesloe zieht. „Es ist kompliziert“, sagt sie, die meisten Fahrkarten bucht sie per Handy und der Bahn-App.

 Aber es gibt eben auch die Kunden, die eine persönliche Beratung wünschen. Holger Schwarzloch möchte „mit jemandem sprechen“, außerdem nehme der Automat oft keine Geldscheine an, bemängelt er. Jutta Zimdahl-Dahm zieht auch das Reisezentrum vor, um gleich Hin- und Rückfahrt nach Bad Bramstedt zu buchen. Bei ihr wird die Zeit knapp, der Zug geht in 15 Minuten, und vor ihr wartet noch eine Handvoll andere Reisende. „Im Reisezentrum werden viele Fahrscheine mit erhöhtem Beratungsbedarf gekauft“, sagt auch Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst.

 Als unangenehm empfindet es eine weitere Wartende, hier zwischen den Esswaren zu stehen. „Manchmal ist nur ein Schalter besetzt“, sagt sie, dann warte man noch länger. Die Mitarbeiter des Shops sind vermutlich die einzigen, die die Schlange nicht stört. Denn im Vorbeigehen wird doch noch die eine oder andere Süßigkeit gekauft. „Das ist doch verkaufsfördernd“, sagen sie.

 Das Bahnhofsgebäude wurde 1974 errichtet. Mehrfach ist es seitdem umgebaut worden, es wechselten die Mieter. Auch jetzt finden wieder Bauarbeiten statt. Im Tunnel unterhalb der Gleise sind Bauzäune aufgestellt. „Die Wände werden für eine große Inspektion der Widerlager der Eisenbahnbrücken umgebaut“, erklärt Brunkhorst. Zunächst wird an der Seite mit den Treppenaufgängen zu den Bahnsteigen gearbeitet, dann an der Seite mit den Aufzügen. Treppen und Aufzüge sind aber weiterhin benutzbar. Die Inspektion startet mit der Freilegung der Brückenwiderlager voraussichtlich noch in diesem Jahr.

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