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Vorfreude auf die Schallschutzwand

Schönbek und Loop Vorfreude auf die Schallschutzwand

Anni Brügmann und ihr Nachbar Gerd Christens gucken aus ihren Gärten auf den sechs Meter hohen Lärmschutzwall am Rand der Autobahn 7 – trotzdem ist es laut. Im Zuge des A7-Ausbaus kommt noch eine 3,50 Meter hohe Schallschutzwand drauf. Darauf freuen sich die Bewohner im Schönbeker Ortsteil Holz.

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Loops Bürgermeister Torsten Teegen zeigt an einer Zufahrt auf einen Schuttberg, der auf seiner Koppel zwischengelagert wurde.

Quelle: Frank Scheer

Loop/Schönbek. Seit Jahrzehnten lebt man in Schönbek und Loop mit dem Autobahnlärm: Bei Ostwind haben die Looper den Krach, bei Westwind die Schönbeker. Von den seit zwei Jahren laufenden Bauarbeiten bekommt man dort eigentlich relativ wenig mit. „Ist abhängig vom Wind, aber eigentlich sind nur das Piepen der rückwärtsfahrenden Lkw oder die Betonarbeiten zu hören“, berichtet Doris Ladehoff. Mit Ehemann Uwe wohnt die stellvertretende Bürgermeisterin von Loop am Alten Schönbeker Weg, der 400 Meter Luftlinie von der A7 entfernt liegt. Bürgermeister Torsten Teegen berichtet von wenigen Beschwerden. Über Looper Koppeln sind mehrere Baustellenzufahrten eingerichtet worden. Der Gemeindechef grinst: „Welcher Ort hat schon so viele Zufahrten.“ Bei wichtigen Dingen bekäme man vom Bauleiter auch rechtzeitig Informationen – beispielsweise, dass im September zwischen dem Bordesholmer Dreieck und Neumünster-Nord der Beton aufgetragen werde und die Baustelle vor der Haustür abgeschlossen sei.

 Manfred Hoffmann, A7-Baustellenchef, bestätigt das Ganze. Vom 5. bis 9. September sei das geplant – die Maschinen stehen bereit, Mittwoch laufen die Vorbereitungen an. 400 Meter schafften die Maschinen pro Tag. „Gearbeitet wird Tag und Nacht.“ Das sei ein Mega-Schauspiel. Bei der Betonierung der Fahrbahn nach Süden hätten sich das viele Looper angesehen. „Das Flutlicht ist heller als in einem Fußballstadion“, berichtet Teegen. Sein Wunsch: Wegen der 400 Meter-Entfernung zum Dorf sei ein Lärmschutzwall utopisch, „aber wenn im Abschnitt, in dem A7/A215 in Richtung Süden zusammenlaufen, die Tempobegrenzung auf 120 um 300 Meter verlängert würde, wären wir froh. Genau in Höhe Loop dürfen alle wieder Gas geben.“

 In Schönbeker Holz ist man über das absehbare Ende der Bauarbeiten froh. „Früher konnte man sich hier auf dem Hof kaum unterhalten“, erzählt Christens. Nach etlichen Beschwerden und Jahre später sei 1996 sei der Wall aufgeschüttet worden. „Der brachte etwas. Wenn die Wand dazukommt, wird’s hoffentlich noch besser“, so Anni Brügmann. Ob der Beton leiser als der vorherige Belag ist, wollen beide Orte abwarten. „Versprochen ist, dass er vom Pegel zwischen Asphalt und Flüsterasphalt liegt. Wir warten das mal ab“, so Teegen.

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