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Schüler fit machen gegen Unfälle

Verkehrswettbewerb Schüler fit machen gegen Unfälle

Landesweit fand er 2015 nach 50 Jahren nicht mehr statt, weil sich keine Geldgeber für das Sponsoring der Theorie-Fragebögen fanden. In Neumünster wurde der Verkehrswettbewerb der 6. Klassen dennoch ausgetragen – nicht zuletzt Dank des Engagements von Heike Dörner.

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Der blaue Griff an der Kette muss beim Radeln von der Stange genommen werden. Nach einer Runde um die zweite Stange wird Marlin ihn wieder sauber in die Halterung zurückstecken.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Die ist seit 2002 Kreisfachberaterin für Mobilität und Verkehrserziehung, wie es im Schulamtsdeutsch heißt, und tritt jeden Morgen von Ruthenberg bis zur Gartenstadtschule selbst stramm in die Pedale. „Man tut etwas für die eigene Gesundheit, für die Umwelt und ist wach, wenn man in der Schule ankommt.“

 Die Stärkung des verkehrssicheren Fahrens war laut Dörner die Intention, als das Verkehrsministerium Mitte der 60er Jahre den Wettbewerb ins Leben rief. „Da waren noch mehr Schüler mit dem Rad unterwegs, das Mama-Taxi gab’s noch nicht.“ Wettbewerb und das Sicherheitstraining, das für die sechsten Klassen mit zehn Stunden zwar per Erlass vorgesehen, aber nicht im Unterrichtsplan verankert ist, liegen Dörner am Herzen: „Das ist schließlich die Altersgruppe, die am stärksten an Radfahrerunfällen beteiligt ist.“

 Deshalb organisierte Dörner die letzten noch vorhandene Theorie-Bögen. Bei ihr und Polizeikommissarin Yvonne Lüthje absolvierten dieser Tage auf dem Verkehrsübungsplatz die Fünfer-Gruppen von 41 sechsten Klassen an sechs Stationen den Praxis-Teil wie Slalom- und Geradeausfahren, einhändige Geschicklichkeit auf zwei Rädern und Zielbremsung.

 Weshalb die Kinder mitmachten? Für Paul (12), der jeden Tag drei Kilometer zur Schule radelt und nach dem Umzug der Familie künftig zehn, ist das Ehrensache. „Weil wir wissen wollen, wie gut wir sind“, meinte Muhamad (12). „Und wir wollen was für die Klassenkasse tun.“ Richtig: Dank des Engagements der Sparkasse Südholstein und der Kreisverkehrswacht locken Preisgelder in einer Gesamthöhe von 700 Euro.

 Dörner gibt die Hoffnung nicht auf, dass der Sparkassen- und Giroverband nach Auslaufen des bisherigen Vertrages doch wieder in die Förderung der Theorie-Bögen einsteigt. Damit es 2016 wieder einen Wettbewerb für die „Sechsten“ geben kann.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
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