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Kampf um jeden Schüler

Neumünster/Bordesholm/Nortorf Kampf um jeden Schüler

Erstmals haben in Hohenwestedt in der Region Neumünster Schüler einer Gemeinschaftsschule Abitur gemacht. 2017 folgen erste Abiturienten aus Bordesholm und Nortorf. Seit dem Entstehen der gymnasialen Oberstufen ist der Kampf um die Schüler in der Region härter geworden.

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Doris Weege, Schulleiterin der Alexander-von-Humboldt-Schule in Neumünster-Einfeld, freut sich über stetig große Anmeldezahlen an ihrer Schule.

Quelle: Gunda Meyer

Neumünster/Bordesholm/Nortorf/Hohenwestedt. 2014 haben die beiden Gemeinschaftsschulen in Nortorf und Bordesholm mit dem Aufbau einer gymnasialen Oberstufe begonnen. „Wir rechnen erstmals mit zwei Profilklassen im neuen elften Jahrgang“, erklärt der Nortorfer Schulleiter Timo Off. Die Anmeldezahlen für die fünften Klassen seien stabil bei rund 100 Schülern geblieben, für die Oberstufe liegen sie höher als die rund 25 im Vorjahr.

Genaue Zahlen wollte auch Jan Thomsen von der Gemeinschaftsschule Bordesholm auf Drängen des Ministeriums nicht nennen. „Wir kämpfen um jeden Schüler und werden auf jeden Fall wieder genügend für zwei Klassen haben“, sagt der Konrektor.

Aber nicht nur die Gemeinschaftsschulen stehen unter dem Druck des großen gymnasialen Angebots. Leidtragende sind auch die Regionalen Berufsbildungszentren. „Derzeit haben wir 107 Bewerbungen, es sind noch Plätze frei“, sagt Anneke Schröder-Dijkstra von der Theodor-Litt-Schule Neumünster. 2014 waren es noch 212 Bewerbungen. Der drastische Rückgang sei auf die Oberstufen der Gemeinschaftsschulen zurückzuführen. Einen leichten Rückgang verzeichnet auch die Elly-Heuss-Knapp-Schule. Hier haben sich 110 für die gymnasiale Oberstufe angemeldet, „wir können aber die Fünfzügigkeit behalten“, sagt Abteilungsleiterin Anmargret Lohse.

Für die Gymnasien hat sich mit der Umstellung fast nichts geändert. Stabile Zahlen haben nicht nur die Immanuel-Kant-Schule (90) und die Holstenschule (100), sondern auch die Klaus-Groth-Schule (96): „Wir hatten vor einigen Jahren einen Boom an Anmeldungen, sodass unsere Räume kaum reichten. Jetzt haben wir uns wieder bei einer stabilen Vierzügigkeit eingependelt“, berichtet Schulleiter Jörg Jesper.

„Wir konnten uns in diesem Jahr vor Anmeldezahlen nicht retten“, sagt Doris Weege, Schulleiterin der Alexander- von-Humboldt-Schule. Rund 130 Schüler haben sich am Einfelder Gymnasium angemeldet. Mit den Anmeldezahlen für das kommende Jahr ist auch Torsten Stellmacher, Sprecher der Schule Hohe Geest in Hohenwestedt, zufrieden: „Es haben 68 Schüler für den Gymnasialteil und 78 im Gemeinschaftsschulteil angemeldet“, sagt Stellmacher. 14 Schüler wechseln vom Gemeinschaftsschultrakt in das Gymnasium.

Erstmals gehen von der Schule in diesem Jahr nicht nur Abiturienten ab, die ihre Hochschulreife über den gymnasialen Trakt erwarben (G8), sondern auch sechs Gemeinschaftsschüler, die nach neun Jahren ihre Reifeprüfung machten. Die Schule Hohe Geest war Regionalschule und Gymnasium. Seit der Umstellung auf Gemeinschaftsschule haben die Schüler die Möglichkeit, nach der zehnten Klasse die Stufe auf dem Gymnasium zu wiederholen und dann das Abitur zu machen. „In der zehnten Klasse werden die Gemeinschaftsschüler auf ein Level mit den Gymnasiasten gebracht“, so Stellmacher. Die Hauptschwierigkeit für die Schüler bestünde darin, dass sie sich in das kritische Reflektieren einarbeiten müssen.

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Gunda Meyer
Holsteiner Zeitung

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Foto: An der Oberstufe der Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm wird es im nächsten Schuljahr nur zwei Profile geben – die Anmeldungen von Schülern sind deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die Hans-Brüggemann-Gemeinschaftsschule in Bordesholm muss in der Oberstufe, die 2014 eingeführt wurde, zurückrudern. Angesichts ganz schwacher Anmeldezahlen wird das vor einem Jahr neu eingeführte Sportprofil für den neuen elften Jahrgang wieder gestrichen. Der Schulverband räumte ein, die eigenen Ziele von 50 Schülern pro Jahrgang bislang nicht erreicht zu haben.

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