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Kinder auf die Bühne geholt

Schultheaterfestival Kinder auf die Bühne geholt

Das gibt es zum ersten Mal beim Schultheaterfestival in Neumünster: Theaterpädagogen proben auch mit Schülern aus Daz-Klassen, in denen Deutsch als Zweitsprache unterrichtet wird, verschiedene Stücke. Der Auftakt des Festivals ist am 6. Juni. Lesen Sie hier über das Programm.

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Kein Froschkönig dabei, aber trotzdem märchenhaft ist das Programm der Schulthaterwoche in Neumünster, das Sünne Höhn vom Kulturbüro vorstellt.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Premiere bei Neumünsters diesjährigem Schultheaterfestival: Erstmals stehen Schüler mit Migrationshintergrund aus sogenannten Daz-Klassen, die Deutsch erst als Zweitsprache lernen, auf der Bühne – auch als Flüchtlinge.

 Zwischenraum – Flucht in eine neue Welt heißt das Stück, das Theaterpädagogin Nadeshda Gerdt mit Schülern der Walther-Lehmkuhl-Schule erarbeitet hat. In dem Dokumentartheaterstück geht es um die abenteuerliche Flucht eines Geschwisterpaares aus Libyen. Bereits zum Auftakt des Festivals am 6. Juni servieren 15 Kinder aus den Daz-Klassen der Vicelinschule das 30-Minuten-Stück Der verschwundene Prinz.

 Die beiden allerletzten Aufführungen ihres Erfolgsmusicals Fame bringt die GS Brachenfeld auf die große Profi-Bühne der Stadthalle, auf der sich beim Festival alle jungen Akteure tummeln dürfen. Als Gast hat Sünne Höhn vom Kulturbüro eine Theatergruppe des Gymnasiums Kaltenkirchen engagiert: Dexters dunkler Passagier ist ein Psycho-Krimi. Mit schwarzem Humor made in Britannia wartet auch die Musikschule Neumünster auf: Im Musical A Long Way Down verschieben vier Selbstmörder ihren geplanten Sprung vom Hochhausdach um sechs Wochen.

 Genderrollen und Geschlechterklischees kommen beim interaktiven Theater (das Publikum sitzt auf der Bühne) in Pinkstinks – Vielfalt ist Schönheit auf den Prüfstand. Die Holstenschule hat den bitterbösen Krimi Die acht Frauen einstudiert. Märchenhaft geht es noch zweimal zu mit dem Brachenfelder Klassenprojekt Sindbad, der Seefahrer und dem Beitrag der Klaus-Groth-Schule: Aus dem vollen Brüder-Grimm-Schatz geschöpft wurde das Projekt Von Helden und Holle.

 Gespannt ist Höhn vor allem auf den Hamlet, den sich der Jugendtheaterclub vorgenommen hat: gänzlich aus der Sicht des jungen Prinzen und in der modernen Shakespeare-Übersetzung von Marius von Mayenburg. Der zweite (Tanz-) Beitrag der Vicelinschule ist eine Reise durch die Welt mit Schwanensee.

 Bleibt noch der Fachtag für darstellendes Spiel am 7. Juni: Ab 8 Uhr früh werden die Teilnehmer, die sich per E-Mail an mitzloff@gmx.de anmelden müssen, in verschiedenen Projekten wie Degenfechten, Tanz, Sprechen oder Text geschult und dürfen das Erlernte ab 14 Uhr auf der Bühne zeigen.

 Der Kartenvorverkauf im Kulturbüro am Kleinflecken 26, Tel. 04321/9423316, hat begonnen. Die Preise sind stabil geblieben: 5 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Schüler. Für Fame müssen wegen der Musik- und Verlagsrechte allerdings 9 und 6 Euro genommen werden.

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