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Second-Hand für die Jüngsten

Kinderschutzbund-Laden Second-Hand für die Jüngsten

Seit einem Jahr gibt es die „Schatzkiste“, den Second-Hand-Shop des Kinderschutzbundes in Neumünster. Auf 80 Quadratmetern Verkaufsfläche gibt es in der Kieler Straße 18 für wenig Geld nicht nur Kleidung für Kinder, sondern auch Möbel, Spielzeug und Bücher.

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Beate Tode (links) und Dagmar Boest kontrollieren den Bestand an warmen Jacken. In der Schatzkiste, dem Second-Hand-Laden für Kinderbekleidung des Kinderschutzbundes, sind in diesen Tagen Regen- und Wintersachen besonders gefragt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Die Kleiderständer hängen voll mit dicken wattierten Winterjacken. im Regal liegen Pullover, in den Schubladen lagern Strumpfhosen, daneben Bodies und Bademoden. Vor dem Schaufenster steht ein Schaukelpferd. Es sieht so aus, als ob ganz oben auf dem Regalbrett zig Plüschtiere alles im Blick haben. Die „Schatzkiste“ des Kinderschutzbundes beherbergt wahre Schätze für alle, die Kinderkleidung, Spielsachen oder auch mal ein Bett günstig kaufen möchten. Und das jetzt seit einem Jahr.

 Teamleiterin Beate Tode ist froh über diesen Standort und das Ambiente. Denn die Schatzkiste sieht mit 80 Quadratmetern Verkaufsfläche aus wie ein kleiner, gemütlicher Laden. Und das ist er auch. Hier gibt es Second-Hand-Ware zu günstigen Preisen, denn alles ist dem Kinderschutzbund gespendet worden. Bis vor gut einem Jahr führte die Kleiderausgabe ein Schattendasein in einem dunklen Raum in der Gasstraße, nur wenige hundert Meter entfernt. Dort ist nur noch das Lager untergebracht.

 Jetzt kaufen Mütter ihrem Nachwuchs eine Jacke für wenige Euro, Großeltern leisten sich für 20 Euro einen Autositz – wenn das Enkelkind zu Besuch kommt. Spiele, Puzzle, Bücher liegen bereit, Barbie-Kleider, Bettwäsche, Laufgitter oder mal ein Hochstuhl sind im Angebot. Und wenn etwas für den Laden zu groß ist, lagert es in der Gasstraße. Beate Tode plant, eine Pinnwand mit Fotos der Möbelstücke im Geschäft aufzuhängen.

 Eine Spielecke gibt es auch, Leyla spielt derweil aber lieber mit den Einkaufskörben. Ihre Mutter sucht noch ganz gezielt einen Pullover in rosa – ganz offensichtlich die Lieblingsfarbe des kleinen Mädchens.

 Familien, die einen finanziellen Engpass haben und offiziell Leistungen beziehen, können die sogenannte Schatzkarte beantragen. Damit gibt es noch einmal 50 Prozent Rabatt auf alles in der Schatzkiste. 120 Schatzkarten sind im Umlauf, schätzt Beate Tode. Über Schicksale oder private Probleme wird sonst im Laden aber wenig gesprochen. „Die Leute mögen es, wenn man sie ganz normal behandelt“, sagt Dagmar Boest, eine von fünf ehrenamtlichen Helferinnen, die die kleinen Schätze verkauft.

 Zum ersten Geburtstag gab es einen Besuch des Blauen Elefanten des Kinderschutzbundes, selbstgemachten Kuchen, Getränke und viele Gespräche. Die Bilanz des Ladens fällt positiv aus, bei Kunden und Verkäuferinnen. Immer wieder quakt der Frosch – und kündigt damit neue Kundschaft an. Alle haben sich an die ungewöhnliche Türglocke gewöhnt. „Was kostet denn der Regenschirm da vorne im Ständer?“ Der allerdings ist unverkäuflich, er gehört der Reporterin unserer Zeitung …

 Beate Tode sucht noch weitere ehrenamtliche Helfer für den Verkauf in der Schatzkiste, fürs Sortieren und Etikettieren im Lager. Wer sich engagieren möchte, kann sich bei ihr unter Tel. 04321/5565765 melden.

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