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„Sehr“ angespannte Lage

Erstaufnahme in Neumünster „Sehr“ angespannte Lage

„Eine Welle der Hilfsbereitschaft“ erfährt Sabine Sabine Krebs, Koordinations-Beauftragte des DRK Neumünster für den Einsatz von ehrenamtlichen Helfern in der Erstaufnahme im Haart. Indes: Die Situation ist dort mittlerweile so angespannt, dass Helfer bislang noch nicht zum Einsatz gekommen sind. Am Mittwoch lautete die aktuelle Belegungszahl 5130 Flüchtlinge.

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kol Heikles Thema: Der Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg will bei seiner kommenden Sitzung mit Vertretern von Politik und Polizei über die Zustände in der Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in derehemaligen Schoklz-Kaserne am Haart diskutieren.

Quelle: Leng

Neumünster. Beim Deutschen Roten Kreuz in der Schützenstraße, das per Vertrag mit dem Landesamt für Ausländerangelegenheiten für die Versorgung der registrierten Flüchtlinge mit Nahrung, Hygieneartikeln, Decken, Kissen und „wenn möglich auch einem Bett“ zuständig ist, haben sich laut Krebs bislang rund 200 Einzelpersonen als potenzielle Helfer gemeldet. „Menschen mit Migrationshintergrund bieten Dolmetscherdienste an, Pädagogen Aktivitäten mit Kindern.“

 Außerdem haben Ministerien, Ämter und zehn Unternehmen signalisiert, dass ihre Mitarbeiter sich engagieren möchten. Kirchengemeinden haben sich gemeldet. „Wir haben die Verantwortung für die Flüchtlinge auf dem Gelände am Haart, wo neben den 1900 Plätzen in der Erstunterkunft ein Containerdorf an der Störstraße entstanden ist. Und wir haben die Verantwortung für ehrenamtliche Helfer“, bringt Krebs es auf den Punkt. „Wir haben es mittlerweile mit einer sehr angespannten Lage zu tun.“

 Fest steht für Krebs, von ihren Aufgaben als Geschäftsführungsassistentin weitgehend für den Koordinierungs-Job entbunden: „Wenn wir Ehrenamtler einsetzen, müssen sie hauptamtlich begleitet werden. Und wir müssen genau sondieren, wer für welchen Einsatz in Frage kommt.“ Dass Flüchtlinge sich mit dem Packen der sogenannten Hygienebeutel selbst ein minimales Taschengeld verdienen, findet sie „ausgesprochen sinnvoll“.

 Am ehestem denkbar ist der Einsatz freiwilliger Helfer bei Annahme, Sortieren und Bereitstellen von Kleidung. „Wir bekommen derzeit so viele Kleiderspenden, dass wir einen Überseecontainer angemietet und eine eigene Großgarage dafür leergeräumt haben.“ Spontane Spender von Hygieneartikeln oder Kleidung kommen anders als früher nicht mehr auf das Kasernen-Gelände. In der Erstaufnahme gelten andere Regeln als beispielsweise bei den Notunterkünften für die Fähr-Flüchtlinge in Kiel.

 Die Situation am Haart hat sich deutlich verändert. „Die Zeltplane vor Haus 1 haben wir im Sommer als Sonnenschutz für Flüchtlinge gespannt, die auf die Transportbusse warteten. Dass sie jetzt im Herbst als nächtlicher Regenschutz dienen würde, hat damals niemand geahnt.“

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