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Hoffnung auf Tempo 30

Vor dem Tannhof Hoffnung auf Tempo 30

Seit Jahren bemühen sich Michael Bock, der das Betreute Wohnen im Wohnpark Tannhof managt, und Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock um Tempo 30 auf der Kieler Straße vor dem Tannhof. Hoffnung macht nun ein Beschluss der jüngsten Verkehrsministerkonferenz.

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Ohne Begleitung von Pflegekraft Kirsten Stegelmann hat Lenchen Sick keine Chance, mit dem Rollator die Kieler Straße zu queren, um zur Bushaltestelle stadteinwärts zu kommen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Lenchen Sick (81) gibt die Hoffnung nicht auf. Und mit ihr erwarten auch Michael Bock, der das Betreute Wohnen Wohnpark Tannhof managt, und Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock, dass die Kieler Straße hier endlich eine Tempo-30-Zone erhält. Was dem Trio Mut macht, ist die jüngste Konferenz der Verkehrsminister der Bundesländer. „Die haben sich als gemeinsames Ziel auf die Fahne geschrieben, sich für Tempo 30 vor Schulen, Kitas und Seniorenwohnanlagen stark zu machen“, erklärte Radestock. Damit wäre das jahrelange Bemühen von ihm und Bock dann endlich vom Tisch.

 Vor acht Jahren hat Bock den Tannhof übernommen und zum Altengerechten Wohnen umgenutzt. „Seither mache ich mich für eine vernünftige Querungshilfe stark. Damit unsere Bewohner zur stadteinwärts führenden Bushaltestelle und zum Einkaufen sicher auf die andere Straßenseite kommen.“

 Die 46 Tannhof-Bewohner sind fast alle auf den Rollator angewiesen. „Und Tempo 50 fährt hier keiner“, hat Bock für eine von Neumünsters Haupteinfallstraßen beobachtet. „Erschwert wird die Situation, wenn Autos auf dem markierten Parkstreifen direkt vor dem Tannhof stehen und die Sicht sowohl für Autofahrer als auch für unsere älteren Herrschaften einengen“, schildert Pflegekraft Kirsten Stegelmann, die Sick & Co. häufig über die Straße hilft. Bei den Parkenden handelt es sich weder um Personal noch um Besucher der Anlage, sondern offenbar um Nachbarn.

 Ein Zebrastreifen erschien Radestock als eine relativ einfach umzusetzende Lösung. „Aber im Bauamt hat man mir erklärt, dass dafür eine bestimmte Anzahl von regelmäßigen Nutzern nötig wäre.“ Stattdessen steht die Bauverwaltung beim Beirat im Wort, hier eine Mittelinsel als Querungshilfe einzurichten. „Das wäre allerdings auch mit einer Verschwenkung der Fahrbahn verbunden, die nur zwei Spuren schmal ist“, sagte Arbeitsgruppenleiterin Gritt Kaiser.

 Von einem Tempo-30-Vorschlag dürfte der Landesbetrieb Straßenbau nach ihrer Einschätzung nicht sonderlich erbaut sein. „Es handelt sich immerhin um eine Landesstraße, die in Neumünster sehr langgestreckt und gerade verläuft.“

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