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Sitzblockade gegen rechtsgerichtete Demo

Kleinflecken Sitzblockade gegen rechtsgerichtete Demo

Großeinsatz in Neumünster: Rund 200 Menschen haben am Sonnabend gegen eine rechtsgerichtete Kundgebung demonstriert. Auf dem Kleinflecken und in der Innenstadt trafen Kleinstgruppen aneinander. Dabei wurde eine junge Frau verletzt. Die Hintergründe müssen noch geklärt werden.

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Sie hindern die rechtsgerichteten Demonstranten am Weiterkommen.

Quelle: Bastian Modrow

Neumünster. Rund 200 Menschen sind am Sonnabend in die Innenstadt von Neumünster gekommen, um mit einem Willkommensfest und vielen Gesprächsangeboten Perspektiven der Hilfe für Flüchtlinge aufzuzeigen. Denn NPD hatte zur Demonstration gegen „Asylflut“ und „Islamisierung des Abendlandes“ aufgerufen. Die Polizei ist mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort.

Gegen 14 Uhr versuchten die Gegendemonstranten, die Route der rechtsgerichteten Kundgebung mit einem Sitzstreik zu blockieren. Die Polizei forderte die 200 Menschen mehrfach auf, den Kleinflecken zu räumen. Doch der Aufforderung kam das breite Bündnis gegen Rechts nicht nach.

Hier sehen Sie Bilder von der Demo in Neumünster.

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Die rechtsgerichteten Demonstranten wichen auf eine andere Route aus, doch auch hier wurden sie am Weiterkommen gehindert und marschierten lediglich 50 Meter weit. Sie skandieren "Wir sind das Volk" und "Deutsche Straßen für Deutsche Jugend". Kurz nach 14 Uhr waren sie komplett eingekesselt. Wenig später warf der schwarze Block Baustellen-Absperrungen. Auch im Umfeld der Demonstration wird die Stimmung zunehmend unangenehmer. Gegen 14.45 Uhr ging ein Anwohner mit einem Stock auf einen Fotografen los. Er wollte nicht, dass sein Haus auf Fotos zu sehen ist.

Die Teilnehmer des Demonstrations-Aufzugs unter dem Motto „Asylmissbrauch/Rechtsbruch der Merkelregierung“ wurden immer wieder von Gegendemonstranten gestoppt. Selbst eine Alternativroute wurde durch Bürger und Aktivisten der linken Szene gestoppt. Um eine Eskalation zu vermeiden, mussten sich die Einsatzkräfte schützend um die Teilnehmer des überwiegend rechten Spektrums stellen. "Letztendlich wurde die Abschlusskundgebung auf der Fahrbahn der Straße Schleusberg abgehalten und gegen 15 Uhr beendete der Verantwortliche die Veranstaltung offiziell", sagte Rainer Wetzel von der Polizeidirektion Neumünster. 

Nach der Demo zählte die Polizei mehrere kleine Auseinandersetzung der beiden polnischen Lager im Bereich des Kleinfleckens sowie in der Innenstadt. "Eine junge Frau wurde dabei verletzt", so Wetzel. Die Hintergründe müsse die Polizei noch ermitteln. 

Zeitgleich zur Demonstration wurde auf dem Großflecken ein Infostand vom “Runden Tisch“ eingerichtet, der laut Polizei einen regen Zulauf von etwa 300 Besuchern verzeichnete. 

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