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Nicht nur Rampen sind gewünscht

Skateplatz Neumünster Nicht nur Rampen sind gewünscht

Jugendliche haben sich mit Vertretern der Stadt Neumünster am Skateplatz „Maxe“ getroffen. Die verwaiste Fläche wird überplant und neu gestaltet. Die jungen Skater konnten jetzt ihre Ideen einbringen. Abgesehen von diversen Rampen werden auch Beleuchtung oder ein Grillplatz gewünscht.

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Die Skateranlage unter der Max-Johannsen-Brücke soll mit Elementen neu bestückt werden. „Skater-Guru“ Jacek Witkowski maß mit einem Zollstock die Fläche aus.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Die Skater in Neumünster atmen auf: Der im Herbst 2015 geschlossene Skaterparcours „Maxe“ unter der Max-Johannsen-Brücke an der Kieler Straße soll mit neuen Geräten bestückt werden. Jetzt waren Jugendliche vor Ort eingeladen, zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt die ersten Planungen für den neuen Parcours zu entwickeln. Sie konnten Wünsche äußern.

 „Wir brauchen auf jeden Fall eine Flatrail. Am besten mit einer 90-Grad-Abknickung. Natürlich dürfen Curb, Manualcab und Wallride nicht fehlen“, meinte Sören Kölke. Er gehörte zu den 25 Jugendlichen, die der Einladung des Projekthauses gefolgt waren, sich in die Neuplanung der verwaisten Fläche einzubringen. Nach 15 Jahren waren die bisherigen Pipes und Quarters wegen Materialermüdung, wie berichtet, vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) demontiert worden. Seitdem gibt es dort nur noch eine nackte Asphaltfläche. „Das ist ätzend und kein Dauerzustand“, meinte auch „Skater-Guru“ Jacek Witkowski vom Longboard-Verein Skip. Er hatte mit Papier und Zollstock die Fläche ausgemessen. Entscheidend sei bei der nun aufgenommenen Planung, wie die zu beschaffenden Elemente des neuen Parcours auf der Fläche angeordnet werden. „Skater wollen sozusagen in einem Rutsch so viele mögliche Kombinationen in einer einzigen Line fahren können“, erklärte er die schwierige Aufgabe in typischem Skater-Fachchinesisch.

 Die Skater äußerten den Wunsch, dass eine in ihren Kreisen höchst angesehene Herstellerfirma aus Kiel den Auftrag für Bestückung und Aufbau erhalten sollte. Dem musste Projektleiter Thomas Zang vom städtischen Grünflächenamt zunächst eine Absage erteilen. „Als Stadt sind wir gesetzlich verpflichtet, den Auftrag öffentlich auszuschreiben. Welche Firma den Auftrag erteilt bekommt, steht in den Sternen“, erläuterte er. Vermutlich erst im Oktober werde „Maxe“ mit neuen Betonelementen fertig ausgestattet sein. Einen ersten Schritt hat die Stadt aber schon unternommen: Eine Mini-Pipe ist bestellt und wird voraussichtlich Ende Juni fix und fertig montiert sein. Rund 80000 Euro stehen im städtischen Haushalt für die Erneuerung des Parcours zur Verfügung. Neben den Vorschlägen für die Bestückung des Parcours, wünschten sich die Jugendlichen eine Beleuchtung des Platzes, Sitzgelegenheiten am Rande der Bahn und einen Grillplatz. Ende Juni soll die fertiggestellte Planung im Projekthaus den Jugendlichen vorgestellt werden und gegebenenfalls daran der Feinschliff erfolgen.

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