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Feuchter Start für die Sterntaucher

Skufe-Festival Feuchter Start für die Sterntaucher

Starkes Licht, coole Bands und viel Regen: So begann das zweite Sterntaucher-Skufe-Festival am Lokschuppen. Nur rund 200 Gäste kamen zum Eröffnungsabend mit Musik von Dr. Motte, dem prominenten DJ von der Love Parade Berlin. Bis Sonntag Nachmittag läuft das Festival.

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Dr.Motte hatte einen verregneten Festival-Start.

Quelle: Beate König

Neumünster. 21 Bands und Solisten, DJs, Theatertruppen und Poetry-Slammer – der Mix, den Organisator Nico Andresen präsentiert, besticht durch Vielfalt. Die Auswahl:. Eine Sache unter Freunden. „Ich kenne viele Bands aus der Zeit, als ich Techno-Festivals organisierte.“ 

Leerlauf gibt es nicht. Bis spät in die Nacht spielen auf zwei Außenbühnen Bands im Wechsel Rock und Elektropop. Die Lautstärke bleibt moderat. Polizeibeamte, die regelmäßig ums Gelände fahren, mahnen im Namen der Anwohner an der Max-Johannsen-Brücke über die Dezibelstärke.

Dementsprechend soft sind die Reggaesounds, die zum Grooven auf einer Tanzfläche aus frisch aufgeschüttetem Strandsand einladen. Im alten Lagerhaus legen DJs nur wenig lauter Techno auf.

Unter der gestreiften Kuppel des Zirkus-Zelts von Ubuntu wird in der Mitte getanzt. Am Rand, auf Sofas, Riesenkissen und Paletten-Möbeln, kann auch bei Regen trocken gechillt werden. Zwei DJs legen Trance auf. Hinterm Chai-Tee-Tresen tanzt Alessandra barfuß im nassen Gras.

Foto: Alessandra mit ihrem Zylinder.

Alessandra mit ihrem Zylinder.

Quelle: Beate König

„Ich hab zwei Schichten am Wochenende, dazwischen geh ich tanzen“, sagt die Hamburgerin, die sich fürs Festival extra einen Zylinder gebaut hat, der dem Hutmacher aus dem Film Alice in Wonderland zur Ehre gereicht hätte. Auch sie ist über Freunde ins Orga-Team gerutscht.

Das Netz aus guten Verbindungen zwischen den 40 Helfern liegt spürbar in der Luft. „Es ist familiär“, sagt Gast Niklas Junge. Der 20-jährige gehört zur Band Butler aus Kiel, die am Sonnabend kurzfristig für einen Auftritt einspringt. Mit Linus Gripp und Aimee Horrocks stellt sich der Kieler auf das Konzert ein: Alle drei übernachten auf dem Gelände. „Wir haben ein extra dickes Zelt mitgenommen,“ sagt Niklas. Für trockene Füße bei weiterhin coolem Look hat er eine Speziallösung entwickelt: Seine Füße stecken in dünnen Plastiktüten in den Sneakers.

Nachts zeigt sich an der Außenbeleuchtung und der detailverliebten Dekoration, dass Nico Andresen vier Monate für Konzept und Aufbau brauchte. Auf den Fassaden des alten Backsteingebäudes spielen farbige Lichter, durchleuchtete Paravents machen Stimmung auf dem Strandsand.  Bunte Bänder und großformatige Traumfänger weisen den Weg zu den Bühnen aus. Allein schon wegen der mit Feuer illuminierten Stahlkunst ist ein Besuch bei Dunkelheit empfehlenswert: In einem umgebauten Cross-Rennwagen lodern Flammen. Zweiter Hingucker: Aus dem mit Lochstickerei-Muster durchscheinend gemachten Blech einer Transporter-Karosserie strahlt warmes Licht.

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