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Spender für Kinderspielplatz gesucht

Frauenhaus Neumünster Spender für Kinderspielplatz gesucht

Es heißt zwar Frauenhaus, aber in der Neumünsteraner Einrichtung wurden im vergangenen Jahr genauso viele Kinder, nämlich 117, aufgenommen. Die sind Augenzeuge, manchmal auch selbst Opfer von Gewalt geworden. Damit sie endlich wieder unbeschwert toben können, sucht das Frauenhaus Sponsoren für die Neugestaltung des Spielplatzes.

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Hoffen auf Spenden für einen adäquaten Spielplatz auf dem Frauenhaus-Gelände: Sevim Kiraz-Döhring, Melinda Carstensen, Heike Friederichs, Elke Wirth-Thomas und Eilika Degenhardt.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Bei unserer Belegungsdichte müsste mindestens einmal im Jahr frisch gestrichen werden“, sagt Mitarbeiterin Sevim Kiraz-Döhring, die sich mit drei Kolleginnen drei Stellen teilt. Aber das ist nicht drin. Das jetzige Domizil der 1979 gegründeten Einrichtung ist im Besitz des Trägervereins. Vorsitzende Elke Wirth-Thoma ist froh, dass nur noch ein Darlehen abbezahlt werden muss. Das Gros der laufenden Kosten tragen Stadt (ein Drittel) und Land, die 240000 Euro im Jahr zahlen.

 Die rund 14 Quadratmeter großen Zimmer mit Doppelstockbett sind mit Tisch, Stühlen und Schrank ausgestattet, haben weiße Wände. „Dass immer frische Bettwäsche zum Wechseln da ist, Vorhänge vor den Fenstern hängen, bestreiten wir aus Spenden“, erklärt Melinda Carstensen. Pro Etage gibt es ein kleines Bad. Und die Küche, das Herzstück, ist mit 20 Quadratmetern so eng bemessen, dass in Etappen gegessen werden muss.

 Aufgenommen werden hier Mütter ab 18 Jahren und Kids von null bis 17 Jahren. „Jungen dürfen nur bis zum 13. Lebensjahr mit. Die Frauen bei uns sind oft noch sehr jung; wegen älterer Jungen könnten Posttraumatisierungen eintreten“, erläutert Heike Friederichs. Dass Väter randalierend vor der Tür stehen, ist seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Carstensen: „In Zeiten von Internet und Facebook laufen Bedrohungen anders.“

 Dennoch haben Mütter bisweilen Angst um ihre Kinder auf dem Schulweg. Oder die Kleineren bekommen (wenn die Mutter sich einen Job sucht) keinen Kita-Platz, weil sie auf keiner Warteliste gestanden haben. „Und wir sind keine Kita, haben genügend Koordinierungsaufgaben mit Behörden zu erledigen“, sagt Eilika Degenhardt. Aber die Kinder im Frauenhaus brauchen Zuwendung, Vertrauen, Ablenkung.  Deshalb soll der in die Jahre gekommene Spielplatz erneuert werden. Grobe Kostenschätzung für Schaukel, Klettergerüst, Hügel mit Tunnel, Rutsche und Begrünung inklusive Installation: 11000 Euro. Wirth-Thoms: „Wir sind auf jede Geldspende angewiesen, und sei sie noch so klein.“

Kontonummer DE 5621 2900 1600 7526 6950; E-Mail info@frauenhaus-neumuenster

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