23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Zurück ins Mittelalter

Neumünster feiert 888. Geburtstag Zurück ins Mittelalter

Gaukler, Ritterkämpfe, ein mittelalterlicher Markt auf dem Kleinflecken, Drehorgelklänge in der ganzen Innenstadt und ein Festgottesdienst: Das Wochenende stand in Neumünster ganz im Zeichen der 888-Jahr-Feier. Friedlich und ohne Vorkommnisse begingen Neumünsteraner und viele Gäste aus ganz Norddeutschland das Stadtjubiläum.

Voriger Artikel
Sicher und fit mit dem Rollator
Nächster Artikel
Straße gerät aus den Fugen

Dirk von der Wroge (links) und Daniel Stegemann lieferten sich aud dem Rasen vor der Vicelinkirche spannende Schaukämpfe mit Schwertern.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Zur Eröffnung des mittelalterlichen Bartholomäusmarktes am Sonnabendmittag zogen dunkle Regenwolken auf. „Wenn ich könnte, hätte ich schon längst den uns Pastoren immer nachgesagten Draht nach oben genutzt“, erklärte Propst Stefan Block auf dem Kleinflecken. Der Markt versetze die Besucher in die Zeit um 1127 zurück, als die Geschichte Neumünsters mit der Gründung des Klosters Novum Monasterium (Neues Münster) durch den Heiligen Vicelin begann, erteilte Oberbürgermeister Olaf Tauras eine kurze Geschichtslektion. Angeführt von den in Büßergewändern gekleideten Vicelinpastoren Simone Bremer und Gerson Seiß machten sich die Honoratioren auf zu einem Rundgang über den Markt und zum fröhlichen Rittertreiben rund um die Vicelinkirche. „Welch wohlfeile Wort, ihr edlen Herren“, rief ihnen Lupus, der Meister der Jongleure, nach und startete eine fantastische Show, die er zur Freude seines Publikums mit frechen Sprüchen garnierte. Am späten Abend bereiteten wolkenbruchartige Regenfälle dem fröhlichen Treiben ein frühzeitiges Ende.

Gaukler, Ritterkämpfe, ein mittelalterlicher Markt auf dem Kleinflecken, Drehorgelklänge in der ganzen Innenstadt und ein Festgottesdienst: Das Wochenende stand in Neumünster ganz im Zeichen der 888-Jahr-Feier. Friedlich und ohne Vorkommnisse begingen Neumünsteraner und viele Gäste aus ganz Norddeutschland das Stadtjubiläum.

Zur Eröffnung des mittelalterlichen Bartholomäusmarktes am Sonnabendmittag zogen dunkle Regenwolken auf. „Wenn ich könnte, hätte ich schon längst den uns Pastoren immer nachgesagten Draht nach oben genutzt“, erklärte Propst Stefan Block auf dem Kleinflecken. Der Markt versetze die Besucher in die Zeit um 1127 zurück, als die Geschichte Neumünsters mit der Gründung des Klosters Novum Monasterium (Neues Münster) durch den Heiligen Vicelin begann, erteilte Oberbürgermeister Olaf Tauras eine kurze Geschichtslektion. Angeführt von den in Büßergewändern gekleideten Vicelinpastoren Simone Bremer und Gerson Seiß machten sich die Honoratioren auf zu einem Rundgang über den Markt und zum fröhlichen Rittertreiben rund um die Vicelinkirche. „Welch wohlfeile Wort, ihr edlen Herren“, rief ihnen Lupus, der Meister der Jongleure, nach und startete eine fantastische Show, die er zur Freude seines Publikums mit frechen Sprüchen garnierte. Am späten Abend bereiteten wolkenbruchartige Regenfälle dem fröhlichen Treiben ein frühzeitiges Ende.

 Bereits am Vormittag waren die 35 Teilnehmer des Internationalen Drehorgeltreffens nach einem Empfang im Alten Rathaus und anschließender Parade zum Großflecken zu ihren Standorten ausgeschwärmt. Da die Leierkästen eine erhebliche Lautstärke entwickelten, lag über der Innenstadt ein besonderes akustisches Flair. „Das ist wunderbare Begleitmusik für einen Bummel über den Wochenmarkt“, meinte Helga Schöner. Zwischen den Ständen der Marktbeschicker tobte wie an den vergangenen Sonnabenden zusätzlich der Wahlkampf für die anstehende Oberbürgermeisterwahl. Die CDU bot als Zugpferd ihren Bundestagsabgeordneten Philipp Murmann auf. Für die SPD betätigte sich Ministerpräsident Torsten Albig als „Rosenkavalier“.

 Mittelpunkt der Feiern am Sonntag war der Festgottesdienst in der Vicelinkirche. Punkt 9 Uhr starteten die Brüder der Bürgergilde und der Jacoby-Bürgergilde angeführt vom Mädchenmusikzug am Caspar-von-Saldern-Haus zum Rathaus, sammelten dort Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Olaf Tauras ein und geleiteten die beiden Stadtoberhäupter zur Vicelinkirche. Dort wurde in mehreren Ansprachen des Heiligen Vicelin gedacht. Zum Ende des Gottesdienstes wurde Tauras die so genannte Bürgerbibel überreicht. Sie ist in den kommenden zwei Monaten im Foyer des neuen Rathauses ausgestellt.

Zur Bildergalerie

 Bereits am Vormittag waren die 35 Teilnehmer des Internationalen Drehorgeltreffens nach einem Empfang im Alten Rathaus und anschließender Parade zum Großflecken zu ihren Standorten ausgeschwärmt. Da die Leierkästen eine erhebliche Lautstärke entwickelten, lag über der Innenstadt ein besonderes akustisches Flair. „Das ist wunderbare Begleitmusik für einen Bummel über den Wochenmarkt“, meinte Helga Schöner. Zwischen den Ständen der Marktbeschicker tobte wie an den vergangenen Sonnabenden zusätzlich der Wahlkampf für die anstehende Oberbürgermeisterwahl. Die CDU bot als Zugpferd ihren Bundestagsabgeordneten Philipp Murmann auf. Für die SPD betätigte sich Ministerpräsident Torsten Albig als „Rosenkavalier“.

 Mittelpunkt der Feiern am Sonntag war der Festgottesdienst in der Vicelinkirche. Punkt 9 Uhr starteten die Brüder der Bürgergilde und der Jacoby-Bürgergilde angeführt vom Mädchenmusikzug am Caspar-von-Saldern-Haus zum Rathaus, sammelten dort Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Olaf Tauras ein und geleiteten die beiden Stadtoberhäupter zur Vicelinkirche. Dort wurde in mehreren Ansprachen des Heiligen Vicelin gedacht. Zum Ende des Gottesdienstes wurde Tauras die so genannte Bürgerbibel überreicht. Sie ist in den kommenden zwei Monaten im Foyer des neuen Rathauses ausgestellt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige