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Stadtplanung Neumünster Mix aus vielen Ideen

Bis zum Februar soll Neumünsters Stadtplanung eine Synopse aufstellen, die den zwei Jahre alten Ratsbeschluss zur Großflecken-Umgestaltung und Steigerung der Attraktivität der Innenstadt in Einklang bringt mit den Anregungen des Bürger-Workshops und den drei Architekten-Entwürfe, vorzugsweise dem des Hamburger Büros WES.

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„Ätzend“ findet Manuela Zeichner den Radweg auf dem Großflecken: bei Dunkelheit nicht beleuchtet, querende Fußgänger und jetzt auch noch Verschwenkung, weil Weihnachtsmarktsbuden auf dem Weg stehen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Diesen Auftrag nahmen Planungschefin Ute Spieler & Co. aus der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstagabend mit, die von einer stürmischen Kontroverse geprägt war. Nachdem Anette Quast vom Hamburger Büro Tollerort kurz die Workshop-Ergebnisse präsentiert hatte, prallten Verwaltung und Politik aufeinander: Sowohl Oberbürgermeister Olaf Tauras als auch der Ausschuss meinten, den nächsten Impuls müsse nun die jeweils andere Seite geben.

 „Wir erwarten, dass die Verwaltung aus den Ergebnissen des Workshops zügig einen Plan erstellt, über den die Politik dann nachdenkt“, legte SPD-Ratsfrau Franka Dannheiser vor. „Nachdem feststeht, dass nicht die ganze Stadt umgegraben werden soll, liegt eine Fülle von Hinweisen vor. Die Verwaltung trifft aus alledem eine Auswahl, wir stimmen die Einzelbausteine ab“, sagte Wolfgang Stein (FDP). Für den Liberalen standen die drei Architektenentwürfe nicht mehr zur Diskussion. Thomas Michaelis (CDU) ergänzte: „Die Pflasterung gehört aber mit dazu.“ Er forderte die Umsetzung des alten Ratsbeschlusses ein. Und: Wenn schon einer der Architektenvorschläge einbezogen würde, dann doch bitte der aus Hamburg. „Und ich möchte wissen, was das alles kostet“, ergänzte CDU-Ratsfrau Helga Bühse.

 „Sie stellen uns vor eine unlösbare Aufgabe“, konterte Olaf Tauras. Die Verwaltung habe vor zwei Jahren einen pragmatischen und günstigen Umgestaltungs-Vorschlag gemacht. „Aber den wollten Sie nicht.“ Die drei Architektenbeiträge hätten offenbar auch nicht den Gefallen der Politik gefunden, dann gab es spannende Bürgerhinweise. „Und jetzt sollen wir ein Puzzlespiel machen, bei dem eine Misch-Masch-Lösung herauskommt. Das sehe ich nicht!“

 Das rief wieder Michaelis auf den Plan. „Die Verwaltung soll ihre Selbstständigkeit und Kompetenz nutzen und eine Vorlage machen.“ Die habe die Verwaltung bereits, entgegnete Tauras: „Da ging es unter anderem um die Verbesserung des Radweges, Querungshilfen über die Fahrbahn und die Umgestaltung des Platzes vor der Lütjenstraße.“ Elke Christina Roeder (SPD) schlug vor: „Einfach das Beste aus dem Bürgerworkshop zusammensetzen!“ - „Aber der Wille der Bürger und der Ratsversammlung stimmen eben nicht überein“, insistierte Tauras.

 Letztlich machte Ausschussvorsitzender Axel Westphal (SPD) dem Spuk ein Ende und formulierte spontan einen Auftrag – siehe oben.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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