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Neumünster: Ruhige rechte und linke Kundgebungen

Stadtteil Ruthenberg Neumünster: Ruhige rechte und linke Kundgebungen

Eine Antiflüchtlings-Kundgebung der rechten Facebookgruppe "Neumünster wehrt sich" und eine Gegendemonstration des "Bündnisses gegen Rechts" verlief am Sonnabend in Neumünster unter dem Schutz eines massiven Polizeiaufgebotes friedlich und ohne Zwischenfälle.

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Für eine bunte Stadt: 230 Demonstranten sprachen sich in Neumünster gegen Rechts aus.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Es war innerhalb der vergangenen fünf Monate die sechste bei den Neumünsteraner Ordnungsbehörden angemeldete und genehmigte Kundgebung von Gruppierungen der rechten Szene. Versammlungsort war der Ruthenberger Markt im Stadtteil Ruthenberg. Lediglich 28 Teilnehmer waren auf den Marktplatz gekommen. Der Versammlungsleiter bat die Einsatzleitung der Polizei den Beginn der Kundgebung um eine Stunde auf 13 Uhr vorziehen zu dürfen. Dem wurde stattgegeben, allerdings mit der Auflage, dass die Veranstaltung dementsprechend um 15 Uhr und nicht wie beantragt um 16 Uhr zu beenden sei. Ein massives Polizeiaufgebot hatte mittlerweile die Zufahrtstraßen und -wege hermetisch abgeriegelt.

Foto: "Diese Stadt hat Nazis satt": Die Gegendemonstranten sprachen sich in Neumünster erneut gegen Rechts aus.

"Diese Stadt hat Nazis satt": Die Gegendemonstranten sprachen sich in Neumünster erneut gegen Rechts aus.

Quelle: Karsten Leng

Dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts zu einer Gegendemonstration unter dem Motto „Neumünster – ein Platz für Flüchtlinge. Kein Platz für rechte Hetze“ folgten rund 80 Teilnehmer. Unterstützt wurden sie von rund 150 Demonstranten der Kieler und Hamburger Antifa-Szene. Treffpunkt war der Neumünsteraner Bahnhof. Von Polizeikräften eskortiert machte sich gegen 12.45 Uhr der Demonstrationszug auf den Weg durch die Neumünsteraner Innenstadt zum Ruthenberger Markt. Dort angekommen wurde vor den Polizeiabsperrungen verharrend mit Reden und lautstarker Musik demonstriert. Es kam dabei zu keinen Übergriffen. Um 15 Uhr lösten sich beide Veranstaltungen auf. Bis auf einen stark alkoholisierten 25-jährigen Lübecker, der nach Veranstaltungsende polizeiliche Maßnahmen behinderte, kam es zu keinen Auseinandersetzungen zwischen Einsatzkräften und Demonstrationsteilnehmern. Der Lübecker wurde vorläufig festgenommen und wird sich einem Strafverfahren stellen müssen.

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Foto: Die Antifa demonstriert hinter Absperrgittern gegen die Neonazi-Demo.

Die Demonstration und die Gegendemonstration in Neumünster verlief friedlich. Aus Protest gegen die ausländerfeindliche Demonstration in Neumünster haben viele Grüne vorübergehend den Parteitag, um sich an einer Gegenkundgebung zu beteiligen.

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