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Stadtteil West wartet weiter

Sanierungsmaßnahmen Stadtteil West wartet weiter

Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Das bekommt gerade der Stadtteil West in Neumünster zu spüren. Seit Jahren sind Sanierungsmaßnahmen in Überlegung. Jetzt wurden die Anwohner über "vorbereitende Maßnahmen" informiert. Wer Städtebauförderungsmittel haben möchte, muss sich an Regeln halten.

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Die Stadtteilbeiratsvorsitzenden (von links) Rolf Schaks (Böcklersiedlung-Bugenhagen), Hans-Georg Stanull (Faldera) und Antje Klein (Mitte) hatten zur gemeinsamen Sitzung gebeten, um über Sanierungsmaßnahmen im sogenannten Stadtteil West zu informieren.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Stadtteil West ist ein Gebiet zwischen Roonstraße und Schleusberg/Ehndorfer Straße, im Osten begrenzt durch Färber- und Bahnhofstraße, im Westen durch den Falderapark. Es ist „Stadtumbaugebiet“. Getan hat sich in den vergangenen Jahren noch nicht so viel. Eine Skateanlage wurde an der Pastor-Rösner-Straße gebaut und der Faldera-Park umgestaltet. Ein Familienzentrum an der Werderstraße wird geplant. Gibt es jetzt Nägel mit Köpfen? Nein.

Zur gemeinsamen Sitzung der Stadtteilbeiräte Böcklersiedlung-Bugenhagen, Faldera und Stadtmitte – alle drei steuern Gebiete zum Stadtteil West bei – war das Podium gut besetzt.  Gut 20 Neumünsteraner hörten zu. Sabine Schilf vom städtischen Fachdienst Stadtplanung nannte es dann auch „einen schleppenden und zähen Prozess“, der nun schon knapp neun Jahre läuft.

In der Bestandsaufnahme zu den „vorbereitenden Untersuchungen“ sind Mängel protokolliert. Zahlreiche Gebäude sind erneuerungsbedürftig, Straßen, Plätze und Wege in keinem guten Zustand und nicht barrierefrei, es fehlt an öffentlichen Spielplätzen. „Rund ein Drittel der Gebäude hat Modernisierungsbedarf“, sagte Gesa Haan von der BIG-Städtebau, dem Sanierungsträger der Stadt. Es fehle an kleinteiligen Einrichtungen wie Cafés, Läden, kulturellen Einrichtungen für die rund 8000 Einwohner in diesem Gebiet, außerdem gebe es sehr viele versiegelte Flächen.

Unter den Nägeln brennt einigen Anwohnern das geplante Familienzentrum an der Werderstraße. „Wir planen jetzt schon so irre lange, wann geht es denn endlich los?“, fragte eine Zuhörerin. Stadtbaurat Thorsten Kubiak erläuterte: „Wir können nicht bauen ohne Fördermittel, sind abhängig von Kiel.“

An den vier Mittwochen vom 13. September bis 4. Oktober erläutern die Planer auf Wunsch im Stadtteilbüro in der Werderstraße 37 von 16 bis 18 Uhr im persönlichen Gespräch das weitere Vorgehen. Anfang 2018 sollen dann die Ergebnisse der „vorbereitenden Untersuchungen“ vorliegen. Und dann mahlen die Mühlen der Bürokratie weiter.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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