18 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Stadtwerke bauen auf Glasfasernetze

Neumünster Stadtwerke bauen auf Glasfasernetze

Es ist der „Standortfaktor Nummer eins“: das schnelle Internet (Breitband). Das sieht nicht nur Matthias Trunk so, der Geschäftsführer der Stadtwerke Neumünster (SWN). Auch Wirtschaftsorganisationen wie die Industrie- und Handelskammer betonen es regelmäßig.

Voriger Artikel
Belastete Betonröhre wird zersägt
Nächster Artikel
Taxifahren ab September teurer

Das Glasfaserkabel ist die Voraussetzung für schnelles Internet. Nun schlossen die Stadtwerke in Neumünster den 10000. Kunden ans Netz an.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Neumünster. Und das ist ganz offensichtlich auch in der Politik angekommen. Denn als die SWN in Neumünster-Tungendorf den 10000. Glasfaser-Anschluss in ihrem Kerngebiet übergaben, erschien sogar Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) bei Familie Jonton.

 Die SWN sind in der Region Neumünster für Strom, Gas, Wasser und Wärme zuständig, sie betreiben das überregional bedeutsame Schwimmbad und den öffentlichen Nahverkehr. Und seit dem Jahr 2009 engagiert sich das Unternehmen auch in der Telekommunikation, 2012 wurde die Strategie noch einmal auf den Prüfstand gestellt. Doch seither gilt das schnelle Internet als ein zentrales Geschäftsfeld. Denn die Stadtwerke seien davon überzeugt, dass die Bereiche Energie und Internet immer mehr zuwachsen würden, wie Matthias Trunk erläuterte: „Und wir setzen gleich auf Glasfaser und nicht auf irgendwelche Breitband-Übergangstechnologien.“

 So richtig durchgestartet sind die SWN dann ab 2014 mit dem Aufbau einer Glasfaserinfrastruktur in Neumünster und umliegenden Gemeinden. Aber die Stadtwerke denken bei diesem Geschäftsfeld weit über die Grenzen der Stadt hinaus und schließen zusammen mit Partnern auch Gemeinden in den Kreisen Segeberg, Steinburg und Pinneberg an. Insgesamt sind schon 16000 Haushalte angeschlossen. Und sie haben gerade die Ausschreibung im Kreis Dithmarschen gewonnen, so dass auch dort bald Glasfaser verlegt wird. In der Region Neumünster haben die SWN bereits 55 Millionen Euro investiert; hinzu kommen weitere 150 Millionen Euro zusammen mit den Partnern, in der Regel die Zweckverbände in den entsprechenden Gebieten.

 Torsten Albig würdigte diese Aktivitäten: „Ohne Akteure wie die SWN geht es beim Ausbau von Glasfasernetzen nicht. Wir bauen stark auf die regionalen Anbieter, die Breitbandgesellschaften, die Zweckverbände oder Energieversorger.“ Und auf die Bandbreite, über die Familie Jonton jetzt verfügen kann, 50 Mbit/s, die nach Bedarf jederzeit auf 100 oder 200 Mbit/s erhöht werden können, blickte Albig ein wenig neidisch. So viel habe er in Kiel-Suchsdorf nicht, verriet der Ministerpräsident.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3