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SWN ziehen positive Bus-Bilanz

Ein Jahr nach Übernahme SWN ziehen positive Bus-Bilanz

Verbesserung des Betriebsergebnisses um 300000 Euro, Steigerung der Fahrgastzahlen und beim Fahrkartenverkauf, mehr neue Dieselbusse und volle Ausnutzung der Werkstatt – die Bilanz ein Jahr nach der Übernahme des ÖPNV durch die Stadtwerke kann sich sehen lassen.

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Werkstattmeister Sven Beeck (rechts) gehört zu den „Neuerungen“, die ÖPNV-Chefin Sonja Kessal mit Zustimmung von SWN-Geschäftsführer Matthias Trunk vorgenommen hat.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. „Der Wechsel in der Leitung verlief geräuschlos, bei allen wichtigen Kennzahlen konnten wir zulegen“, erklärte am Freitag SWN-Geschäftsführer Matthias Trunk. Nachdem Rückzug der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) auf das Hamburger Kerngebiet hatte die Ratsversammlung den ÖPNV den Stadtwerken übertragen.

 Mit Sonja Kessal wurde eine engagierte Bereichsleiterin für die neue SWN Verkehr GmbH gefunden, die strukturelle Änderungen mit schneller Wirkung vornahm. „Nach der Einstellung von Werkstattmeister Sven Beeck können jetzt alle Reparatur- und Wartungsarbeiten vor Ort vorgenommen werden. Notfalls ist der Bus in einer Stunde wieder auf der Straße, die bisherigen Fahrten in der Hamburger Werkstatt entfallen“, schilderte Kessal.

 Im Fuhrpark der 35 Busse wurde die Anzahl der modernen, umweltfreundlicheren und erheblich leiseren Dieselfahrzeuge auf 22 aufgestockt; die 13 gasbetriebenen Busse sollen bis 2019 schrittweise ausgetauscht werden. Zudem wurde ein Reisebus angeschafft, um Flüchtlinge im Rahmen der Kreisverteilung zu transportieren. Der neue Bus-Komfort und auch werbefreundliche Maßnahmen wie günstigere Fahrpreise zu „offenen“ Sonntagen und Stadtfesten mögen ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die SWN Verkehr im vergangenen Jahr 60000 Fahrkarten mehr verkaufen konnte: eine Steigerung um satte sechs Prozent; auch die Anzahl der Fahrgäste kletterte um 0,5 Prozent auf 2,65 Millionen.

 Als überaus erfreulich wertete Trunk die Verbesserung des Betriebsergebnisses. „Mit der Betrauung durch die Stadt Neumünster stehen wir seit dem 1. Januar auch rechtlich auf einem soliden Fundament und können im steuerlichen Querverbund mit anderen SWN-Gesellschaften die ÖPNV-Verluste abarbeiten.“ Denn der Stadtbusverkehr wird immer ein Verlustgeschäft bleiben; die aktuelle Zahl 3,5 Millionen Euro.

 Zu den angestrebten Optimierungen gehört die Digitalisierung von Haltestellen („ZOB und Großflecken ganz bestimmt, andere sind im Gespräch, aber für die Haltestellen ist die Stadt zuständig.“), damit Kunden die tatsächliche Ankunftszeit in einem elektronischen Display erkennen können. Bordrechner haben die Busse schon. Unbedingt will Kessal auch die Taktung verbessern, um Pendlern optimale Anschlusszeiten von Bus und Bahn zu bieten. „Aber da bremst mich die Stadt derzeit noch aus.“ Erst muss Neumünsters (längst überfälliger) neuer Nahverkehrsplan auf dem Tisch liegen.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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