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Stillgelegt: Baustelle Alte Feuerwache

Montag Gespräch mit der Wobau Stillgelegt: Baustelle Alte Feuerwache

Die Stadt Neumünster hat die Baustelle Alte Feuerwache stillgelegt. Begründung: kein vollständiger Bauantrag und Vernichtung von wertvoller Bausubstanz. „Ich werde am Montag noch ein Gespräch mit dem Chef der Wobau führen in der Hoffnung, die Kuh noch vom Eis zu bekommen“, sagte Oberbürgermeister Olaf Tauras am Freitag.

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Geschlossen: Auf dem Areal der Alten Feuerwache an Wittorfer und Schützenstraße ruhen derzeit die Umbauarbeiten.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Ende 2014 hatte die städtische Wohnungsbau GmbH das zu Teilen denkmalgeschützte Areal von der Stadt Neumünster erworben. Die Wobau beabsichtigt, dort attraktiven, Innenstadt nahen Wohnraum zu schaffen, wie vor Jahren bereits an der Gartenallee nur einen Steinwurf entfernt. Auch die eigene Verwaltung, die seit Jahrzehnten in der Beethovenstraße residiert, sollte hier neue Büros finden. Auf der Baustelle herrscht seit Wochen offenbar nur noch wenig Betrieb, neuerdings Stillstand. Auf den Außenanlagen umwuchert Gras die Baufirmen-Schilder.

 Wobau-Geschäftsführer Uwe Honsberg hatte in einem Gespräch mit dieser Zeitung die langsam arbeitende Bauverwaltung beklagt, sich vom Denkmalschutz behindert gefühlt. „Seit November 2014 hat die Wobau keinen vollständigen Bauantrag vorgelegt“, konterte Verwaltungschef Tauras. Ein separater denkmalrechtlicher Antrag sei fehlerhaft und unvollständig und habe zurückgewiesen werden müssen.

 „Bei der oberen Denkmalbehörde in Kiel hat man die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Wertvolle Bausubtanz ist vernichtet worden, die wiederhergestellt werden muss. Und das wird teuer“, konstatierte Tauras. Die Denkmalschützerin der Stadt habe viel Zeit aufgewendet, um die Firmen vor Ort zu beraten. „Das hat offensichtlich alles nichts gefruchtet. Die Wobau will offenbar nicht mitspielen“, fand Tauras deutliche Worte.

 Die Vorwürfe, Neumünsters Bauverwaltung arbeite langsam, könne er „in diesem Fall nicht erkennen“, sagte Tauras. Im Gegenzug wunderte er sich über die „mangelnde Professionalität“ der Wohnungsbau in puncto Alte Feuerwache. Und: „Die Baustelle bleibt stillgelegt. Wenn wir sie freigeben, besteht die Gefahr, dass noch mehr Substanz vernichtet wird.“

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