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Straße gerät aus den Fugen

Neumünster Straße gerät aus den Fugen

Seit zwei Monaten weisen Warnschilder an dem Straßenabschnitt auf dem Kleinflecken vor dem Museum Tuch & Technik auf Straßenschäden hin. Erst vor vier Jahren war die vormals asphaltierte Trasse im Rahmen der Sanierung des Kleinfleckens neu gepflastert worden.

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Das im Rahmen der Sanierung des Kleinfleckens verlegte Pflaster auf dem Straßenabschnitt vor dem Museum Tuch & Technik ist mächtig aus den Fugen geraten.

Quelle: Leng

Neumünster. Die Stadt hat Regressansprüche gegen die ausführende Straßenbaufirma geprüft.

 Überbreite Fugen, locker im Straßenbett liegende Pflastersteine: Der Anblick des Straßenabschnittes verrät selbst dem Laien, dass an der Pflasterung vor dem Museum etwas schief gegangen ist. Vor zwei Monaten stellten Mitarbeiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) Warnschilder auf, mit der Aufforderung für Fahrzeugführer Schritttempo zu fahren. Mittlerweile haben TBZ-Mitarbeiter an einigen Stellen Notreparaturen durchgeführt. „Wir können nicht mehr machen, als vereinzelt Gefahrenpunkte zu beseitigen“, erklärt ein Mitarbeiter. Mehr wäre nicht machbar.

 Anlieger Michael Wendt ist vom Fach. Er ist gelernter Straßenbauer. „Auf der Seite zur Zufahrt zum Schleusberg wurden die Steine noch in gerader Linie quer über die Straße verlegt. Danach wurde das Pflaster Stück für Stück in immer kurvigeren Wellenlinien verlegt“, so Wendt. Das führe bei den länglichen Steinen mit unterschiedlichen Ausmaßen logischerweise zu extrem breiten Fugen und bedeute, dass die Steine sich verschieben können. Außerdem vermutet er, dass beim Aufbau des Straßenbettes Fehler gemacht worden sind. Damit liegt Wendt fast richtig, wie der zuständige Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Ralf-Joseph Schnittker, unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigt. „Der Untergrund ist für diese Pflasterung nicht geeignet“, so Schnittker.

 Die Stadt habe Regressansprüche gegenüber der Straßenbaufirma geprüft mit dem vorläufigen Ergebnis, dass die Stadt im Falle eines Prozesses ein erhebliches Risiko eingehen würde. Hätte die Firma wissen müssen, dass der Untergrund nicht geeignet ist? – sei für den Ausgang eines Prozesses die entscheidende Frage. „Egal ob gerichtliche Auseinandersetzung oder nicht: Wir werden zum Herbst entscheiden, wie wir weiter verfahren werden“, kündigt Schnittker an. Es werde dann zunächst untersucht, ob der marode Straßenabschnitt saniert werden kann oder komplett erneuert werden muss.

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