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Studt: Entlastung ist erreicht

Erstaufnahmeeinrichtungen Studt: Entlastung ist erreicht

Innenminister Stefan Studt bereist drei Tage lang die 14 Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein. Am Dienstag informierte er sich in Neumünster und in Boostedt.

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Innenminister Stefan Studt bedankte sich bei Nele Brüser vom DRK Ortsverband für die geleistete Betreuungsarbeit.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster/Boostedt. Erste Station des Ministers war die Erstaufnahme in der ehemaligen Scholtz-Kaserne. Sieben Reisebusse warteten auf dem Areal darauf, rund 300 Flüchtlinge in die Kreise zu verteilen. „Das ist die letzte Ausgliederung vor Silvester“, berichtete der stellvertretende Leiter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten, Johannes Hörnicke. Aktuell wohnen in der Unterkunft rund 1400 Flüchtlinge. Damit sei die von der Landesregierung versprochene Entlastung des Standortes Neumünster umgesetzt, zeigte sich Studt zufrieden. Bis zu 5600 Flüchtlinge hatten im Herbst, wie berichtet, auf engstem Raum leben müssen. „Wir hoffen, dass die avisierte Kapazität von 2000 Bewohnern an diesem Standort nicht mehr überschritten werden muss“, zeigte sich der Minister optimistisch. Mit dem Bund sei abgesprochen, dass bis Silvester aus den beiden großen Verteilzentren in Bayern und Niedersachsen täglich jeweils ein Bus mit maximal 50 Flüchtlingen nach Neumünster auf die Reise geschickt werden.

 Es sei zukünftig geplant, die Erstaufnahmen in Neumünster, Boostedt und voraussichtlich auch in Glücksburg als Registrierungszentren für neuangekommene Asylsuchende zu nutzen. Die Erstregistrierung könnte so in maximal drei Tagen abgeschlossen sein, die Flüchtlingen so zügig je nach Belegung auf die anderen elf Erstaufnahmen verteilt werden. Voraussetzung dafür sei, dass die der Landesregierung die versprochene Aufstockung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Schleswig-Holstein mit rund 180 zusätzlichen Mitarbeitern auch vollzogen werde. Nach einem Rundgang und kurzen Gesprächen mit Mitarbeitern des DRK-Betreuungsverbands machte sich der Innenminister auf den Weg zur Erstaufnahme nach Boostedt.

 Studts erste Frage an die dortige Leiterin des DRK-Betreuungsteams, Maria von Glischinski, drehte sich um die aktuelle Belegung der Unterkunft in der ehemaligen Rantzau-Kaserne. „Wir betreuen momentan genau 878 Asylsuchende“, berichtete die DRK-Mitarbeiterin. Damit sei auch hier die Höchstbelegung vor einigen Wochen mit rund 2300 Bewohnern auf einen erfreulichen Tiefstand gesunken. Über die Boostedter und ihren Bürgermeister Hartmut König war Glischinski voll des Lobes: „Es ist fantastisch wie sich hier Vereine, die Kirchengemeinde und viele Boostedter für das Wohl der Flüchtlinge ehrenamtlich einsetzen.

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