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Staub-Emissionen stiegen plötzlich an

TEV zieht Bilanz für 2015 Staub-Emissionen stiegen plötzlich an

Die Bilanz für 2015 fällt gut aus: Die Thermische Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) hat effizient und verlässlich Neumünster mit Strom und Wärme versorgt. Die Anlage steigerte noch einmal ihren Brennstoffnutzungsgrad um fünf Prozentpunkte auf 76 Prozent.

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Beirats-Mitglieder Helga Bühse (links) und Heidemarie Stephan sehen sich mit Kraftwerks-Leiter Reenhard Gerdes die Jahresemissionsdaten an.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. In 8055 Betriebsstunden lieferte das Kraftwerk rund 86 Millionen Kilowattstunden Strom und 327 Millionen Kilowattstunden Wärme. „Mit dem Heizkraftwerk produzieren wir rund ein Drittel des Stromverbrauchs und rund 40 Prozent des Wärmebedarfs der Stadt“, sagte Kraftwerksleiter Reenhard Gerdes. Die TEV, in der sogenannter Ersatzbrennstoff (also die zu Brennstoff aufbereiteten Abfälle aus der MBA) thermisch verwertet wird, ersparte so rund 89000 Tonnen Steinkohle. Insgesamt wurden knapp 192000 Tonnen Abfälle verbrannt.

 Im Fokus sind natürlich immer die Emissionswerte. „Schließlich steht die Anlage mitten in der Stadt und nicht auf freier Fläche“, so Beirats-Mitglied Heidemarie Stephan. Bis auf einen Wert wurden die strengen Vorgaben der Bürgerinitiative eingehalten. Cadmium und Thallium sind gar nicht nachgewiesen worden. Deutlich unter dem vereinbarten Wert lagen auch Schwermetalle (mit 76 Prozent), Quecksilber (72 Prozent) sowie Dioxine und Furane (60 Prozent). Der Gesamtstaub lag aber 34 Prozent über dem Wert.

 Rund fünf Wochen lang stiegen im August/September die Staub-Werte exorbitant an. Sofort wurde die Leistung der TEV reduziert. Im Oktober stand die Revision an, drei Wochen ging das Kraftwerk vom Netz. Die Suche nach der Ursache für die Staub-Werte gestaltete sich allerdings schwierig, denn die verdächtigten Filterschläuche waren okay. An ganz versteckter Stelle fand man schließlich kleine Löcher – in der Schweißnaht im Gewebefilter. Großflächig wurden die betroffenen Stellen in den Stahlplatten herausgeschnitten und erneuert.

 Der Staub-Wert liegt jetzt täglich wieder bei Null.

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