9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Team aus Leonberg gewinnt

THW-Bundeswettkampf Team aus Leonberg gewinnt

Per Hand eine dicke Holzplatte durchsägen, um zu einem Verletzten zu gelangen, der versorgt und transportiert werden muss – wie bei einem realen Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) war der Parcours beim  Bundeswettkampf für 15 THW-Jugendteams gestaltet.

Voriger Artikel
"Wir kochen alles ab"
Nächster Artikel
Stadtwerke geben noch keine Entwarnung

Erste Hilfe bei einem Verletzten: Marcel und Marcel (beide 16) vom THW Spandau mit Günther, ihrem Dummy.

Quelle: Beate König

Neumünster. Das Wettkampfgelände befand sich auf dem Sportplatz der Gemeinschaftsschule Brachenfeld. Sieger nach vier Stunden: Das Team aus Leonberg in Baden-Württemberg. Marcel (16) vom THW Berlin-Spandau standen die Schweißperlen auf der Stirn. Das Brett, das er sägte, war dick. „Go, Marcel, go!“ brüllte die Jugendbetreuerin Nicole Schmidt, motivierte die Zuschauer zum Klatschen, drehte die Musik im mobilen Lautsprecher. Der 16-Jährige atmete einmal tief durch, setzte die Säge an, war endlich durch. Puh!

Die Aufgaben des alle zwei Jahre organisierten Wettkampfs, zu dem 4000 Jugendliche und Betreuer nach Neumünster angereist waren, hatten es in sich. „Im freiheitlichen Königreich Togastan gab es ein Erdbeben“, erklärte Pressesprecher Stephan Suhr. Auf 15 identischen Spielfeldern waren aus Gerüsten und Planen Häuser aufgestellt worden. Material wie Holzlatten, Pfähle, Euro-Paletten, Tampen, Leiter und Gerüstbauteile lagen bereit, damit eine Überkopfdusche,  eine Garderobe, eine Sitzbank und eine Rettungsrutsche gebaut werden konnten. „Maßgabe immer dabei: Es muss sicher sein“, sagte Suhr.

 2500 Wettkämpfer und Betreuer traten auf dem Sportplatz der Gesamtschule Brachenfeld zum Wettkampf an.

Zur Bildergalerie

Die zwölf- bis 17-Jährigen arbeiteten in den Zehn-Mann-Teams, während Juroren jeden Arbeitsablauf, jede Teamansage checkten. „Na, macht es noch Spaß?“ erinnerte Betreuer Felix auf dem Feld der Spandauer das Team ab und an daran, dass der Ernstfall nur geprobt wurde. Platz 14 der Spandauer im Wettkampf der Landesbesten bewertete Pressesprecher Suhr so:. „Das waren bei den Ergebnissen nur hauchdünne Unterschiede.“

Im Zentrum zwischen den Feldern präsent: Der wohl am häufigsten fotografierte Mann auf dem Platz, THW-Präsident Albrecht Broemme. Jeder Jugendliche, der sich traute, bekam ein Foto mit dem Leiter der Organisation, die bundesweit in knapp 670 Ortsverbänden 80 000 Mitglieder hat, 15 000 davon unter 18 Jahre alt. „Wenn ich das Engagement dieser Jugendlichen sehe, habe ich keine Sorge um Deutschland,“ sagt Broemme zwischen zwei Schnappschüssen. Das Bundestreffen der THW-Jugend läuft noch bis Mittwoch.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3