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THW hat hunderte Zelte aufgeschlagen

Bundesjugendlager: Anreisetag THW hat hunderte Zelte aufgeschlagen

Überall blau, wohin man sieht: Fahrzeuge, Banner, Flaggen, Arbeitskleidung, Schilder. Neumünster färbt sich in der Farbe des Technischen Hilfswerks (THW). Rund 3500 Jugendliche und Betreuer schlagen hier für eine Woche ihre Zelte auf. Rund um die Holstenhallen entsteht die THW-Stadt „Bundesjugendlager 2016“.

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Schon früh am Morgen fuhr der Ortsverband Völklingen-Püttlingen vor. Mittags war das Zelt aufgebaut und wurde auch schon ausgefegt.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Während der Ortsverband Rotenburg an der Fulda gerade auf der großen Parkfläche Nord an den Holstenhallen das Gestänge fürs Zelt zusammensteckt, duftet es aus dem Lager Eichstätt schon nach gebratenem Fleisch. Eine bayerische Flagge weht vor dem Pavillon, es brutzelt in der Pfanne. „Wir hatten schon um 8 Uhr fertig aufgebaut“, erklären die THW’ler. Kein Wunder, die Gruppe war Dienstagmorgen um 6 Uhr gestartet und hatte noch eine Nacht im Waldheim in Langwedel übernachtet.

 Die Gerolzhofener bauen gerade die Feldbetten zusammen. Eine Kiste Brause steht mitten im Zelt, die Koffer stapeln sich in der Mitte. Nebenan, bei den Haßfurthern, wird der mitgebrachte Kühlschrank mit Getränken und einem selbstgebackenen Kuchen bestückt. Jedes Zelt hat Stromanschluss. Den nutzen die Jugendlichen eben nicht nur, um die Smartphones aufzuladen.

 Einige THW-Ortsverbände verlegen Planen, andere sichern ihre Zelte mit Sandsäcken. Das Wetter präsentiert sich den Gästen „nordisch“, aber auf die Laune schlägt der Regen nicht. Alle sind bestens ausgerüstet. Gerade fährt der blaue Multifunktionskraftwagen aus Ofterdingen vor seine zugewiesene Parzelle. Südlich von Stuttgart haben sie sich am Dienstagabend um 23.30 Uhr auf den Weg gemacht. Betreuer Florian Schwertke ist die Ruhe selbst: Alle packen mit an. „Wir hatten eine entspannte Fahrt“, sagt er.

 550 Zelte von 430 Jugendgruppen waren angemeldet. Und es trudelt weiter auf dem Gelände ein. Schon seit 2.30 Uhr ist die Lotsenstelle auf der Autobahnraststätte Brokenlande eingerichtet, von hier werden die THW’ler in kleinen Kolonnen zu den Holstenhallen gebracht. Es läuft. Um 5.30 Uhr schon so stark, dass die Lotsenstelle Stahlwerk auf einem Brachgelände an der Rendsburger Straße die Verteilung mit übernehmen musste. Oliver Tiedemann, Leiter der Camp-Organisation, kurvt mit einem – blauen – Fahrrad übers Gelände. Er hat alles im Griff. Und die paar Pfützen, die sich durch den Regen auf den Camp-Flächen gebildet haben, werden spontan mit je 40 Kubikmetern Kieseln und Holzschnitzeln trocken gelegt.

 Zwei Jungs spielen Frisbee. Völklingen-Püttlingen fegt gerade seine Unterkunft aus. Und die Wandsbeker heben jede Menge Fahrräder aus ihrem Fahrzeug. „Wir hatten noch Platz, und das Gelände hier ist ja recht weitläufig“, erklärt Patrick Gehrke. Vielleicht ist ja noch Zeit für ein paar Radtouren zwischen all den Workshops, die angeboten werden, oder den Ausflügen, die man buchen kann.

 Stefan Albrecht montiert Schilder auf dem Gelände. Wo ist der nächste Sammelpunkt? Er ist verantwortlich für den Bereich Sicherheit und Gesundheit (SUG). Für den Ernstfall ist ein Evakuierungskonzept erstellt worden. Die Jugendlichen sollen sich ja schnell orientieren können. Am frühen Nachmittag sind noch längst nicht alle da, an der Anmeldung im Foyer der Holstenhallen herrscht entspannte Stimmung. Lange Schlangen gibt es hier nicht, dafür aber die Lagerausweise und Teilnehmer-Armbänder.

 Mit sieben Teilnehmern ist der Ortsverband Kempen angereist. Jugendgruppenleiter Marcus Leiders hat seine Töchter Marin und Maja (beide 6) dabei, auf ihren Feldbetten liegt bereits buntes Bettzeug, die nassen Jacken trocknen im Zelt. Sie haben jetzt Freizeit, denn erst um 19 Uhr findet die offizielle Eröffnung des Bundesjugendlagers mit Ministerpräsident Torsten Albig statt. Und am Donnerstag geht es dann so richtig los.

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