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Mehr Platz für die Tafel

Bordesholm Mehr Platz für die Tafel

Das wird die Tafel in Bordesholm freuen: Der Umbau der ehemaligen Baggerhalle einer Tiefbaufirma im Lüttparten zum Tafel-Domizil hat begonnen. Als Übergabetermin ist der 16. Dezember vorgesehen. Tafelleiterin Beate Kälbert rechnet damit, dass Anfang des neuen Jahres die Lebensmittelausgabe beginnen wird.

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Der Umbau der ehemaligen Baggerhalle im Lüttparten zum Tafel-Stützpunkt hat begonnen.

Quelle: Frank Scheer

Bordesholm. Vor gut einem Jahr hatte das Amt die Immobilie samt 4700 Quadratmeter großem Grundstück für knapp unter 400000 Euro gekauft. In dem Wohnhaus des ehemaligen Firmeninhabers leben seit Januar Asylbewerber. Ursprünglich sollte auch die Halle für 270000 Euro zu einer Notunterkunft für rund 40 Menschen umgebaut werden. Da sich aber die Lage bei der Unterbringung bereits ab Frühjahr 2016 deutlich entspannt hatte, fand das Amt die Nutzung durch die Tafel eine sinnvolle Alternative. Im Sommer hatte auch der Amtsausschuss grünes Licht dafür gegeben. Der Auftrag wurde vergeben, allerdings verzögerte sich der Start, weil die Auftragsbücher der Handwerksfirmen ziemlich voll gewesen seien, berichtete Amtsdirektor Heinrich Lembrecht.

 In der vergangenen Woche ging es dann endlich los: Die Fassade ist mittlerweile mit einer neuen Aluminiumverkleidung ausgestattet, neue Fenster sind eingebaut worden. Der Zeitplan für den Umbau der 600 Quadratmeter großen Halle ist ambitioniert. „Gut ein halbes Dutzend Gewerke ist daran beteiligt, es müsste aber zu schaffen sein“, sagte der Bauleiter Ricardo Pineiro vom Planungsbüro. Zurzeit werden die Löcher im Zugang zum Übergang zum Wohnhaus zugemauert, anschließend werden die Wände verputzt. Danach geben sich Elektriker und Heizungsbauer die Klinke in die Hand. Der Estrich, der gegossen wird, soll mit Beschleunigungstrockern zum schnelleren Aushärten gebracht werden.

 Seit zwei Jahren sucht das ehrenamtlich arbeitende Team der Bordesholmer Tafel nach neuen Räumen, weil der von der Christuskirche in der Bahnhofstraße zur Verfügung gestellte Platz angesichts des riesigen Bedarfs nicht mehr ausreicht. Waren Mitte 2015 noch 180 Personen auf die Lebensmittelspenden angewiesen, werden zurzeit 141 Haushalte mit insgesamt 365 Personen, darunter 122 Kinder unterstützt. 250 Flüchtlinge zählen dazu. „Dass Lager und Ausgabe auf einer Etage sind, bedeutet eine riesige Erleichterung“, so Beate Kälbert.

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Ein Artikel von
Frank Scheer
Holsteiner Zeitung

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