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Es geht mit Vergesslichkeit los ...

Tag der Pflege in Neumünster Es geht mit Vergesslichkeit los ...

Es geht um das Thema Pflege und um Demenz. „Vergiss mein nicht“ lautet das Motto einer Veranstaltung, bei der sich 29 Einrichtungen auf dem Großflecken in Neumünster präsentieren. Am Sonnabend, 17. September, findet von 10 bis 14 Uhr dieser Tag der Pflege statt.

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29 Pflegeheime und Pflegedienste, die ambulanten Dienste und die Tagespflegeeinrichtungen veranstalten zusammen mit dem FEK, den Vereinen Herbstsonne und Lichtblick und der Pflegeberatungsstelle auf dem Großflecken in Neumünster am 17. September den Tag der Pflege.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Alle zwei Jahre, und das schon seit 2003, veranstalten die Pflegeheime und Pflegedienste, ambulante Dienste, Tagespflegeeinrichtungen zusammen mit dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) und der Pflegeberatungsstelle in der Stadt diese Veranstaltung. Die Vereine Herbstsonne und Lichtblick sind mit von der Partie.

 Wie fühlt man sich im Alter, wenn zum Beispiel das Bewegen schwerer fällt? Beim Tag der Pflege können es auch jüngere Menschen ausprobieren: In einem Altersanzug kann die Gebrechlichkeit realitätsnah erlebt werden. Die körperlichen Einschränkungen im Alter sind das eine, Demenz das andere. Rund 1,5 Millionen Menschen sind in Deutschland demenziell erkrankt. Es geht mit der Vergesslichkeit los, Orientierungslosigkeit kann dazukommen, oft auch Depressionen. Meist ist es ein schleichender Übergang. Nach dem Kochen wird die Herdplatte nicht ausgeschaltet, man weiß nicht mehr, wie ein Telefon zu bedienen ist, findet womöglich sein Zuhause nicht mehr wieder. Und ist total verunsichert. Bin ich dement oder nur alt?

 Wie kann diesen Menschen geholfen werden? Wo gibt es Beratungen, auch für Angehörige? Ist ein Pflegeheim sinnvoll oder hilft es Dementen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu wohnen? Der Tag der Pflege gibt Antworten. Ohne Konkurrenzgedanken, gemeinsam geplant und ausgeführt wird diese Veranstaltung. Die große Kooperation sei einmalig in Neumünster, sagt Kersten Andresen vom Pflegestützpunkt der Stadt.

 Wohngruppen stellen sich vor, es gibt Einblicke in die Arbeit der Pflegekräfte. Ein Sehtest wird angeboten, ein Quiz oder ein Riesen-Tisch-Puzzle für Senioren sollen auch den Spaß nicht zu kurz kommen lassen. In den Zelten auf der Nordseite des Großfleckens gibt es Kaffee, Kuchen, Obst und Waffeln, Spiele auch für Kinder und jede Menge Broschüren. Der ASB Pflegedienst stellt seinen Wünschewagen vor, mit dem letzte Wünsche erfüllt werden können – landesweit.

 Der Lichtblick-Chor singt Gassenhauer, zwei Clowns treten auf, und Familie Petersen macht Musik, Ausnahmetalent Levi sitzt am Schlagzeug. „Wir präsentieren uns und unsere Arbeit niedrigschwellig“, erklärt Kersten Andresen und hofft, auch in diesem Jahr wieder viele Neumünsteraner ansprechen zu können, zwanglos und völlig unverbindlich. „Glück kann man teilen, Sorgen aber auch“, sagt sie.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
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