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THW bereitet Bundesjugendlager vor

5000 Jugendliche erwartet THW bereitet Bundesjugendlager vor

Da kommt etwas Großes auf Neumünster zu. Vom 3. bis 10. August schlagen rund 5000 Jugendliche ihre Zelte auf dem Gelände rund um die Holstenhallen auf. In den Hallen selbst gibt es Veranstaltungen, Rahmenprogramm, Verpflegung. Das 16. Bundesjugendlager des THW kommt ins Herz von Schleswig-Holstein.

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Neumünsters THW-Geschäftsführer Stefan Tahn (von links), SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen und THW-Ortsbeauftragter Helge Schierhorn sehen sich die Pläne für das THW-Bundesjugendlager an, das Anfang August in und an den Holstenhallen stattfinden soll.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Stefan Tahn, Geschäftsführer für den THW-Bereich Neumünster, zeigt die Pläne: Zelte, Zelte, Zelte. Seit Januar ist er in die Detailplanung eingestiegen und erfährt von vielen Seiten Unterstützung. Von der Stadt und vor allem von den Holstenhallen. Erst im September fiel die Entscheidung. „Eigentlich hatten wir geplant, das Jugendlager auf der Horner Rennbahn zu veranstalten“, sagt der Landesbeauftragte des Technischen Hilfswerkes, Dierk Hansen. Doch die Infrastruktur passte nicht, die „Ertüchtigung“ hätte rund 200000 Euro gekostet.

 „Das Bundesjugendlager ist die THW-Veranstaltung schlechthin“, erklärt Hansen. Und die Holstenhallen machen es möglich, es in Neumünster stattfinden zu lassen. „Wir hatten wirklich Glück“, gibt Hansen zu. Aber auch die Stadt kann profitieren. „Eigentlich ist es eine Werbe-Veranstaltung für die Region“, so Tahn. Eine Millionen Euro an Kaufkraft könnte sie an die Schwale spülen.

 5000 Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren (plus Betreuer) kommen in die Stadt, besuchen Workshops, tauschen sich aus, machen Ausflüge, Besichtigungen, aber auch Party. Und am Sonnabend, 6. August, findet der Bundeswettkampf statt – sozusagen die Deutschen Meisterschaften der THW-Jugend. Auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule Brachenfeld werden die 16 Mannschaften der Landessieger (Schleswig-Holstein wird durch Norderstedt vertreten) sich in einem Wettkampf messen, in dem sie ihr fachtechnisches Können zeigen, bei dem es aber auch um Teamwork und Arbeitsschutz geht. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf vollen Touren, doch die Aufgabe für die Mannschaften wird noch nicht verraten.

 SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen stattete dem THW jetzt einen Besuch ab und informierte sich über den Stand der Planungen für das Bundesjugendlager, aber auch die aktuelle Lage des Ortsverbandes. Seit elf Jahren hat das THW sein Domizil an der Niebüller Straße aufgeschlagen. 126 Mitglieder zählt der Ortsverband, die Hälfte von ihnen gehört der Jugendgruppe und den Minis an. Nachwuchsarbeit wird beim THW groß geschrieben.

 Das Technische Hilfswerk sieht sich als ehrenamtliche Schwesterbehörde der Bundespolizei und hat eine Menge zu leisten. Plakativ sind die Auslandseinsätze, wenn technische Hilfeleistungen gefragt sind. Aber auch vor Ort gibt es viel zu tun. Erst vor kurzem leuchtete das THW Neumünster die A 7 aus, als an der Anschlussstelle Neumünster-Nord ein Lkw verunglückt war. „Da haben wir der Autobahnpolizei geholfen“, sagt Neumünsters Ortsbeauftragter Helge Schierhorn. Ein technischer Zug mit acht Personen war dafür ausgerückt.

 Seit Mitte vergangenen Jahres bindet auch die Flüchtlings-Hilfe viele der Ehrenamtlichen. „Wir unterstützen die Landespolizei, haben im Haart mit auf- und jetzt wieder abgebaut, haben das Übergangslager in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld mit errichtet oder die Stromversorgung in Boostedt“, berichtet Schierhorn. Auch in Kaltenkirchen, Hamburg und Erding haben sie geholfen, und wenn es nur darum ging, Betten zusammenzuschrauben.

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