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Mähnenwölfe und Ameisenbär kommen

Neue Preise im Tierpark Mähnenwölfe und Ameisenbär kommen

Zwei Mähnenwölfe und ein großer Ameisenbär ziehen als neue Bewohner ins verwaiste Wolfsgehege in Neumünsters Tierpark ein. Der stellt sich auch sonst neu auf: Inklusion wird künftig groß geschrieben; sommers und winters gelten unterschiedliche Preise.

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Tierpark-Chefin Verena Kaspari mit dem unerwarteten Ziegenquartett-Geschenk Horton, Flecks, Lilly und Hanni, die nach der Quarantäne den Streichelzoo bereichern sollen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Der Verzicht auf ein neues Wolfsrudel leuchtet ein: „Eekholt mit seiner Wolfsmeile macht einen tollen Job. Da brauchen wir andere Alleinstellungsmerkmale“, begründete Kaspari die Entscheidung für die Mähnenwölfe (größter Wildhund Südamerikas) aus dem Zuchtbuch Leipzig und den großen Ameisenbär aus dem Zuchtbuch Dortmund in Gemeinschaftshaltung, die in Europa sonst nur Edinburgh zu bieten hat.

 Damit setzt Neumünster noch mehr auf die schon jetzt bewährte Zweigleisigkeit. „Einerseits behalten wir nordische Arten bei wie Eisbär, Elch oder Rentiere. Und wir gehen nach Südamerika. Mit Exoten wie den Humboldt-Pinguinen mit bisher sechs geglückten Nachbruten und dem Neuzugang Kaiserschnurrbarttamarin präsentieren wir uns als moderner Zoo, das kommt an“, erklärte Kaspari die neue Linie.

 Nicht zuletzt das neue Projekt Zukunftswerkstatt hat ergeben, dass der Park sich mit seinen 725 Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Insekten neuen Besuchergruppen erschließen will: Künftig sollen auch gezielt Gruppenführungen für Gehörlose oder Blinde angeboten werden. Für eine behindertengerechte Gestaltung des Spielplatzes, bei dem auch Kinder im Rollstuhl etwas Passendes finden, fließen Fördermittel.

 Deren Akquise soll forciert werden, denn die Einnahmen aus Eintrittsgeldern sind in 2015 um knapp 55000 auf 740000 zurückgegangen. Mit 1,07 Millionen Euro Gesamteinnahmen stand der Tierpark dennoch besser da als mit 1,03 Millionen im Jahr zuvor, was nicht zuletzt auf Spenden/Nachlässe und einen florierenden Zooshop zurückzuführen ist. „Wir hatten eine Umsatzsteigerung von 42300 auf 53800 Euro“, berichtete die kaufmännische Chefin Viola Effenberger.

 Höhere Eintrittspreise (zum Beispiel Erwachse 9,50 statt bisher 8, Kinder 5 statt 4,50 Euro, Hunde neuerdings 1 Euro) werden bereits seit Anfang März fällig, wie der Vorsitzende Klaus-Joachim Poweleit erläuterte. Dafür werden in der kalten Jahreszeit, wenn viele Tiere Winterschlaf halten und die Anlage früher schließt, geringere Preise genommen.

 Schwerbehinderte zum Beispiel fallen jetzt in den Rentner/Schüler-Tarif. „Aber dafür greift der Rabatt schon bei 60 statt bisher 80 Prozent Behinderung. Und es gibt auch einen Jahreskartentarif für Alleinerziehende“, betonte Kaspari. Für Ostern, das im Schnitt 6 Prozent der Jahresbesucher beschert, ist das Tierparkteam gerüstet.

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Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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