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Umstrukturierung Zentrale Polizeiwache

Die Polizei in Neumünster steht vor einer Umstrukturierung. Polizeidirektor Bernd Lohse wird einen entsprechenden Antrag dem Innenministerium in Kiel vorlegen. Lohse möchte neben der problematischen Raumsituation auch strukturelle Probleme beheben. Die Gewerkschaft kritisiert die Planungen.

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Nach den Planungen von Polizeidirektor Bernd Lohse soll das 1. Polizeirevier (im Hintergrund links) zum „Präsenzrevier“ werden. Die neue Wache mit Gewahrsamstrakt (rechts) ist im April bezugsfertig.

Quelle: Florian Sötje

Neumünster. „Wir machen das nicht nur aus der Raumnot heraus, sondern auch aus organisatorischen Gründen. Es müssen die polizeitaktische und die räumliche Säule betrachtet werden“, entgegnet Behördenleiter Lohse.

 Eine der zentralen Überlegungen ist, die Wachdienste des 1. Reviers in der Altonaer Straße und des 2. Reviers in der Beethovenstraße zu einem „Präsenzrevier“ am Standort an der Altonaer Straße zu bündeln. So käme es laut Lohse bei der Koordination der Einsätze durch die Leitstelle nicht mehr zu „Schnittstellenproblemen“ zwischen den Revieren.

 „Die Raumkapazitäten in der Altonaer Straße sind für einen gemeinsamen Wachdienst zu eng bemessen“, meint GdP-Regionalgruppenvorsitzende Ulrich Bahr. „Wir werden dort mittelfristig über 80 Leute im Wachdienst haben. Das geht in diesem Gebäude nicht“, stellt er klar. Lohse sagt dazu: „Wir haben die Kapazitäten errechnen lassen, und sie erfüllen den Standard, sodass wir vernünftig arbeiten können.“

 Zudem möchte Lohse am 1. Revier die Ermittlungstätigkeiten zentralisieren. Die Federführung soll die Kriminalinspektion übernehmen und somit die umliegenden Polizeistationen entlasten. „Die Beamten können sich dann vermehrt um Prävention und andere Bereiche vor Ort kümmern“, erklärt Lohse.

 Da auch die Kripo dazu neue Räume benötigt, sollen die Mitarbeiter der Stelle für Ordnungswidrigkeiten künftig nicht mehr in der Alemannenstraße, sondern mit im 2. Polizeirevier untergebracht werden. Bahr sieht auch das kritisch: „Die Kripo braucht funktionale Räume. Das wäre dort nicht gegeben“, sagt er und fordert daher einen ehemals geplanten Neubau. „Dieser wäre erst 2019 oder 2020 fertig“, meint Lohse, der jetzt die Notwendigkeit zum Handeln sieht.

 Er weiß, dass durch die Umstrukturierung entscheidende Veränderungen auf seine Beamten zukommen: „Es ist keine Entscheidung, die man mal eben so aus dem Bauch heraus trifft“, meint der Polizeidirektor, der die Pläne bereits mit Innenminister Stefan Studt besprochen hat, und daher zuversichtlich ist, aus dem Ministerium grünes Licht für den Antrag zu erhalten.

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Florian Sötje
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