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Vom Lehrling zum Vorstand

Matthias Lau hört auf Vom Lehrling zum Vorstand

Der Schreibtisch wirkt aufgeräumt, der Mann dahinter auch. Matthias Lau verlässt zum Jahreswechsel die VR Bank am Großflecken in Neumünster. Der 58-Jährige begann 1978 als Banklehrling bei der Volksbank und scheidet jetzt als Vorstand aus. Seine Bank und seine Stadt sieht der geborene Neumünsteraner im Aufwärtstrend.

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Matthias Lau war seit 1978 bei der Volksbank Raiffeisenbank in Neumünster. Zum Jahresende wird der Bankvorstand Privatier.

Quelle: Sven Detlefsen

Neumünster. Seit 2004 ist Matthias Lau Vorstand der VR Bank. Seinen Rückzug hat er bereits vor Jahren angekündigt. Mit Dirk Dejewski folgt auf ihn ein „Eigengewächs“, wie er selbst eines war. Im Gespann mit Dr. Rainer Bouss sei das eine bewährte Vorstands-Mischung aus lokaler Vernetzung und überregionaler Erfahrung.

 Lau ist Banker von Pike auf. Herausragend war für ihn 1999 die Übernahme der notleidenden Segeberger Raiffeisenbank durch die Volksbank Neumünster, die seitdem VR Bank heißt. Bis er 2004 Bankvorstand wurde, leitete Lau die große Segeberger Filiale. In seine Zeit als Vorstand fallen auch große VR-Bauprojekte wie die Neubauten in Segeberg, der Hauptstelle in Neumünster und dem neuen Bankhaus in Tungendorf.

 Bauen ist ein Steckenpferd von Matthias Lau, der aus dem Haus eines Architekten stammt. Auch als privater Bauherr und Bauträger war der Vater von zwei erwachsenen Kindern in den vergangenen Jahren aktiv, was ihm eine gewisse Unabhängigkeit beschert habe.

 Mit 250 Mitarbeitern, einer Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro und zuletzt einem Reingewinn von 13,2 Millionen Euro sieht Lau seine VR Bank gut aufgestellt. In seiner Vorstandszeit sei das Eigenkapital der Bank von 60 auf aktuell 153 Millionen angewachsen. „Wir waren und sind immer dabei“, schildert der Vorstand die Entwicklung der Stadt. Vom DOC an der Südumgehung über den Hotelneubau an der Rendsburger Straße oder das neue ECE-Einkaufszentrum Holsten-Galerie sei die Bank als lokaler Player an der Finanzierung beteiligt.

 „Im Sog aufwärts“, beschreibt Matthias Lau seine Heimatstadt. Das DOC sei eine Initialzündung gewesen. Holsten-Galerie, Messestandort Holstenhallen, Ausbau der A7, neuer Gewerbepark Eichhof und nicht zuletzt der Neubau des Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK), dessen Aufsichtsratschef der Banker ist, seien eine tolle Entwicklung. Auch für die Konkurrenz hat er positive Worte: „Der Kauf des Karstadt-Hauses durch die Sparkasse mit der Perspektive, dort selbst neu zu bauen, ist ein genialer Schachzug.“ Dass der Mitbewerber dadurch dichter an seine VR Bank heranrückt, sei kein Problem. Die örtlichen Banken gehörten schließlich an den zentralen Großflecken, der dadurch weiter belebt werde und der lokalen Kaufmannschaft Chancen böte.

 Seinen Abschied hat Matthias Lau mit 150 Gästen längst gefeiert. Anstelle von Präsenten bat er um Spenden. So kamen 10731 Euro zusammen, die Lau jetzt der Kinderklinik des FEK überreicht hat.

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Ein Artikel von
Sven Detlefsen
Ressortleiter Holsteiner Zeitung

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