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Ein Traum vom Tierheim

Verein Gestrandete Pfoten Ein Traum vom Tierheim

Der Verein Gestrandete Pfoten möchte vor den Toren der Stadt Neumünster ein neues Zuhause für Katzen und weitere Fundtiere schaffen. Das Tierheim könnte am Krusenhofer Weg in Wasbek in zwei Gebäuden inmitten der Natur geschaffen werden. Das Konzept ist der Stadt bereits vorgestellt worden.

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Foto: Die Gebäude der ehemaligen Gärtnerei des Ausbildungsverbundes Neumünster in Wasbek eignen sich  nach Meinung des Vereins Gestrandete Pfoten hervorragend, um als Tierheim genutzt zu werden.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster/Wasbek. Es braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, dass hier Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel und andere Kleintiere ein neues Zuhause finden. 500 Quadratmeter in zwei Gebäuden, dazu 45000 Quadratmeter Land mitten in der Natur, am Krusenhofer Weg 111 in Wasbek, direkt vor den Toren der Stadt Neumünster: Der junge Verein Gestrandete Pfoten möchte hier ein Tierheim eröffnen. Was es braucht, sind Idealismus und eine gehörige Portion Tierliebe. Beides bringt Vorsitzende Bianca Schenk mit. Und dann sind eigentlich nur noch einige Eimer Farbe und ein paar Leichtbauwände nötig. Dann könnten die Tiere kommen.

 Die Immobilie gehört der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie in Rendsburg. Seit mehr als drei Jahren steht sie leer. Vorher war dort die Gärtnerei des Ausbildungsverbunds Neumünster untergebracht. Für Gestrandeten Pfoten ist es ein Glücksgriff. Bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird, muss noch die Nutzungsänderung von den Behörden genehmigt werden. „Aber da fehlt nur noch eine Unterschrift“, sagt Bianca Schenk. Außerdem wird die Vereinssatzung noch vom Anwalt geprüft. Das Ziel liegt in greifbarer Nähe. Für Neumünster könnte dieses Tierheim ein Weg aus der prekären Lage mit den Fundtieren sein.

 Gegründet hat sich der Verein im Juni vergangenen Jahres. Gefunden hat sich eine Gruppe von Mitgliedern, die sich alle schon seit Jahren im Tierschutz engagieren. Katzen liegen ihnen besonders am Herzen. Ihnen schwebte eine Tierpension oder ein Tierheim vor, in der verlassene oder ausgesetzte Katzen ein Zuhause finden, wo aber auch Tiere während eines Urlaubs in Pflege genommen werden können. Es startete die Suche nach einem Domizil. In Wasbek wurde der Verein fündig. Bianca Schenk und ihre Mitstreiterinnen können ihr Glück kaum fassen, denn die Immobilie scheint perfekt zu sein.

 Große Räume mit vielen Fenstern, einige davon gefliest (zum Beispiel für eine Quarantänestation), Abstellräume, ein Tierarzt-Zimmer und Mitarbeiter-Räume, Büros, Toiletten, Teeküche und Umkleidemöglichkeiten sind da. Die Heizung läuft. Alles wirkt großzügig. Gut, die Wände brauchen neue Farbe. Und das Konzept des Vereins sieht einige Leichtbauwände vor, um kleinere Katzenzimmer für Einzelunterbringung (bei Bedarf) oder Gruppen von sieben oder acht Tiere zu schaffen. Auch ein Außengehege steht auf der Liste. Aber viel wäre wirklich nicht zu tun.

 Eine kompetente Anlaufstelle wollen sie werden und Tieren aus der Notlage helfen. Das Konzept ist der Stadt Neumünster in der vergangenen Woche vorgestellt worden. Über Kooperationen mit Kommunen würde sich der Verein freuen – und natürlich über Sponsoren und weitere Vereinsmitglieder.

 Das Thema Fundtiere bewegt noch weitere Stellen. Gestern bestätigte Klaus-Joachim Poweleit, Vorsitzender der Tierparkvereinigung Neumünster, Gespräche mit der Stadt. Es geht um die Fundtiere und ob der Tierpark sich um sie kümmern könnte. „Wir setzen die Gespräche fort, entschieden ist aber noch nichts“, so Poweleit. Allerdings: „Wenn es machbar ist, könnten wir uns das vorstellen“, erklärte er gegenüber unserer Zeitung.

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Ein Artikel von
Anja Rüstmann
Holsteiner Zeitung

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