18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Volkstrauertag viermal in Szene gesetzt

Gedenkfeier mit Theater Volkstrauertag viermal in Szene gesetzt

Rund 30 Klaus-Groth-Schüler sorgten bei der zentralen Gedenkfeier der Stadt anlässlich des Volkstrauertages für einen besonderen Rahmen. Sie näherten sich dem Thema Volkstrauertag mit szenischen Darstellungen an. Rund 120 Zuschauer drängten sich in dem Zelt im Stadtwald.

Voriger Artikel
Chinesen setzen verstärkt auf Neumünster
Nächster Artikel
Faire Mode auf dem Laufsteg

Erster Weltkrieg: Links liest Paulina Düffert in einem Brief, dass ihr Sohn Alfred (Christoph Romke, Mitte, mit Annika Zimmermann) an der Front den Heldentod gestorben ist.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Mit einer Schweigeminute begann die Feierstunde, Oberbürgermeister Olaf Tauras verurteilte die schrecklichen Anschläge in Paris, die einen „Angriff auf europäische und demokratische Werte“ darstellen. Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger erklärte in ihrer Rede, „wir lassen uns den Frieden nicht durch Extremisten streitig machen und zerstören.“

 Im zweiten Jahr erlebte die Feierstunde eine Art Verjüngungskur. Die Schüler aus dem 12. Jahrgang der Klaus-Groth-Schule aus dem Kursus Darstellendes Spiel hatten in rund sieben Wochen vier kleine Geschichten geschrieben uns inszeniert, in denen es um historische und aktuelle Begebenheiten rund um den Volkstrauertag ging. Unter der Regie von Lehrerin Inga Hilscher wurden Ereignisse aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, aus der DDR mit dem Todesstreifen und schließlich höchst aktuell über die Flüchtlings-Situation in Szene gesetzt.

 Dafür besorgten sich die Schüler Original-Quellen, wie einen Brief an die Eltern des jungen Soldaten Alfred, in dem ihnen der Tod des Sohnes mitgeteilt wird. Dinah Frankiewicz stellte anschließend eine junge Jüdin dar, die so gerne einen oder zwei Tage in der Woche zur Schule gehen möchte, doch sie muss sich verstecken. Die Lage eskaliert, als ein SS-Mann an der Tür klingelt.

 Eine Familie aus Ostdeutschland überlegt, in den Westen zu fliehen. Beim Versuch stoßen die Mutter und ihre Kinder auf den Vater – er ist Grenzsoldat. Und höchst aktuell ging es in der vierten Szene schließlich um die Situation der Flüchtlinge, dem Misstrauen der Bevölkerung („die haben da alle so tolle Smartphones“) und die Lage, in der sich die Asylbewerber befinden.

 Propst Stefan Block, der die Vorführungen als eindrucksvoll und berührend lobte, betonte in seiner Ansprache, dass die Flüchtlinge vor dem IS fliehen, „dessen Gewalt uns so entsetzt.“ In allen Szenen wurde deutlich, dass Menschen traumatisiert wurden von der Gewalt, die andere ihnen angetan haben.

 Der Volkstrauertag gibt Anlass, den Verfolgten und Toten zu gedenken. An der Gedenkplatte im Friedenshain wurden anschließend mehrere Kränze niedergelegt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Neumünster Events

Veranstaltungen in
Neumünster. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Neumünster 2/3