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Von Altenpflegerin bis Zollbeamter

Ausbildungsmesse Von Altenpflegerin bis Zollbeamter

Zum sechsten Mal fand Donnerstag in der Holstenhalle IV die Ausbildungsmesse der Agentur für Arbeit statt. 60 Arbeitgeber aus der Region präsentierten rund 150 Ausbildungsberufe. Im Angebot: Informationsbroschüren, kleine Präsente, aber vor allem Gespräche.

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Jordis Brodzinski (20) leitet die Schuback-Filiale in der Holsten-Galerie. Auf der Messe schminkte sie Schülerinnen fürs Bewerbungsfoto. Foto: Anja Rüstmann

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Make up inklusive Lidschatten, Wimperntusche, Lippenstift – fertig! Sabrina und Sofie-Marie haben sich am Stand der Parfümerie Schuback schminken lassen und sehen gut aus. Die Locken sind nebenan beim Frisör Schereika entstanden. Jetzt geht es zum Fotografen. Daryl Collins macht Bewerbungsfotos, die sofort auf einen Speicherstick gezogen oder per E-Mail nach Hause geschickt werden können. Das haben die beiden schon mal. Fehlt noch die Idee, wo sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben sollen.

 Im kommenden Jahr erwartet Neumünster 1700 Schulabgänger, davon 1000 aus Gymnasien. Die Agentur für Arbeit veranstaltet die Messe unter dem Titel „Betriebe hautnah“, 2014 zählte sie rund 2000 Besucher. „Wir sind gespannt, wie viele diesmal kommen“, sagt Geschäftsführer Jens-Peter Stahl vor Beginn. Seine Botschaft: Der Ausbildungsmarkt bietet jedem ernsthaften Ausbildungsinteressenten vielfältige Möglichkeiten. Messe-Organisatorin Marianne Jurkschat rät zu verschiedenen Praktika. „Die Betriebe schauen nicht mehr so sehr auf die Schulnoten“, sagt auch Stahl.

 Von der Altenpflegerin bis zum Zollbeamten reicht das Spektrum. Oft sind es Auszubildende, Studenten oder zumindest junge Mitarbeiter, die Rede und Antwort stehen, auf Augenhöhe. Am Stand der Bäckerei Tackmann versuchen Claudia Wille und Ferhan Ertekin, den Schülern auch ungewöhnliche Arbeitszeiten eines Bäckers schmackhaft zu machen. Ralf Soltau, Ausbilder bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, steht vor der Halle, hier werden mit Motorsägen Holz-Sterne hergestellt. „Wem das hier zu kalt ist, der muss sich auch nicht über den Beruf des Forstwirts informieren“, sagt er schmunzelnd. „Schließlich arbeiten wir überwiegend draußen.“

 Beim Stand des Bundeskriminalamts kommt Angela Tischoff mit der Kriminalbeamtin ins Gespräch. Sie sucht eine Ausbildung für ihre 19-jährige Tochter, die gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolviert und keine Zeit für die Messe hat. Das dreijährige duale Studium inklusive 16 Monaten Praxis klingt spannend.

 Sabrina und Sofie-Marie sammeln, immer noch perfekt gestylt, weiter Informationsmaterial. Vielleicht werden sie Frisörin oder Kindergärtnerin oder Hotelfachfrau?

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