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Von Rap op platt bis Punkrock

Festival am alten Lokschuppen Von Rap op platt bis Punkrock

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Schon seit Monaten asten auf dem Areal an der Brückenstraße Nico Andresen und seine Mannen, damit am Wochenende rund um den alten Lokschuppen endlich wieder Kulturelles steigen kann. Von plattdeutschem Rap bis zu Punkrock reicht die Bandbreite des Sterntaucher Kulturfestivals (Skufe).

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Dieser grüne Deko-Müllcontainer, so verspricht Nico Andresen, soll zwecks Abkühlung der Festival-Besucher noch zur Badewanne aufgehübscht werden.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Schon seit Monaten asten auf dem Areal an der Brückenstraße Nico Andresen und seine Mannen, damit am Wochenende rund um den alten Lokschuppen endlich wieder Kulturelles steigen kann. Von plattdeutschem Rap bis zu Punkrock reicht die Bandbreite des Sterntaucher Kulturfestivals (Skufe).

 „Bei uns kommt jeder auf seine Kosten, egal ob Ihr Rock-, Reggae- oder Elektro-Fans seid“, verspricht der Macher Nico. Dem hat eine Zeitlang das vegan-vegetarische Restaurant Sterntaucher in Kiel gehört. „Das gibt’s seit dem 1. Juni nicht mehr, davon kann man in einer Stadt wie Kiel nicht leben.“ So kehrte Nico wieder voll und ganz zu dem zurück, was er schon seit 1994 macht: Musikveranstaltungen. „Und zwar solche, die eine bestimmte Lebenseinstellung wiedergeben. Wo man aus dem Alltag abtauchen kann.“ Daher auch der Name.

 „Für Neumünster hat es solch ein Projekt noch nicht gegeben“, sagt der 41-Jährige. Die Bands sind eine querbeet Mischung von No Name bis arriviert. Auf der Bühne stehen werden neben anderen Soulfinger, Rumba Santa, Finn Chocheroo, Borderpaki, Superfucker, Sharing Cross und Templedog. Sie und andere sind eingeplant für das Festival-Kapitel Schmelzkessel: „Musik, die zu Eisen passt.“

 Vielseitig groovy und heiß wie Feuer soll es im Bereich Feuerqualle zugehen: Reggae-Floor gepaart mit Prise Dub soll durch den Tanz führen. Wer chillen und ausruhen oder sich stärken möchte, ist im Treibsand gut ausgehoben: Obst und vegetarische Falafel laden zur Stärkung ein. Im Strommast kommen Künstler zum Zuge, die das gute alte Vinyl auflegen. Bei Feuerstelle gibt’s Lagerfeuermusik. Und zur Schmuckkiste will Nico noch nichts verraten.

 Auf jeden Fall ackern Nico und sein Stammteam Piet (der Abmischer), Florian Kürten (der Mann mit der Anlage) und Michael Jacoby schon seit Monaten auf dem Areal. Acht Wochen lang wurde allein der alte Kohlebansen von Bäumen, Sträuchern, Wurzelwerk und Kubikmetern von Sand befreit, um ihn als Location herauszuputzen. Aus wie Holzpaletten und Bauholz von der Holsten-Galerie hat die Truppe Sitzmöbel gebastelt. Ausgediente rollbare Müllcontainer wurden gereinigt, zu Sitz-Abteilen ausstaffiert und neckisch dekoriert.

 Die Verhandlungen mit Denkmalschutz, Bauaufsicht, Ordnungsamt, Feuerwehr, bis die amtliche Genehmigung fürs Festival stand, haben Nico nicht geschreckt. „500 bis 800 Leute müssen kommen, damit es sich trägt“, gab er Auskunft. Für zehn Jahre hat er vom Trägerverein des Lokschuppens die Option, hier die Kultur auf die Beine zu stellen. „Nächstes Jahr gibt es dann auch Theater und Kino im Eisenbahnwaggon“, plant Nico bereits.

 www.skufe.com

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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Foto: Erst am späten Nachmittag gaben die Ordnungsbehörden das Festivalgelände auf dem Areal des Lokschuppens frei. Gunnar Wolf und Nina Mackert hatten es sich so lange vor dem Eingangstor gemütlich gemacht. Bis Sonntag soll das Musik- und Kleinkunstfestival dauern.

Das Sterntaucher-Skufe-Festival auf dem Areal des Lokschuppens startete am Freitag mit einer fünfstündigen Verspätung. Nach einer Begehung des Festivalgeländes am Vormittag verlangten die Ordnungsbehörden von Veranstalter Nico Andresen erhebliche Nachbesserungen.

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