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Von Schiller bis zum Mobbing

Schultheaterfestival in Neumünster Von Schiller bis zum Mobbing

Sünne Höhn, zuständige Koordinatorin beim Kulturbüro, geriet schon vorab ins Schwärmen. „Acht Premieren und gleich neun Schulen, die mitmachen: So viele hatten wir noch nie beim Schultheaterfestival.“ Das geht vom 18. Mai bis zum 12. Juni zum 15. Mal in Folge über die große Bühne des Stadttheaters.

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Die Macher des Schultheaterfestivals Neumünster, das diesmal mit 23 Aufführungen alle bisherigen Rekorde bricht, präsentieren das Werbeplakat.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Und die Fülle der Veranstaltungen passt schon längst nicht mehr auf eine Postkarte wie früher, sondern erfordert einen knallgelben Flyer im Reclam-Look; Auflage: 2000 Stück. Ein Blick hinein offenbart: „Es geht um typische Pubertätsthemen wie Schulstress, Mobbing, Suche nach dem Ich und Liebe in ihren unterschiedlichen Ausprägungen“, erklärte Höhn. „Ich habe nichts getan“ heißt das Mobbing-Stück, das die Holstenschule beisteuert. Die Gemeinschaftsschule Brachenfeld serviert unter anderem den skurrilen Krimi „Dumm gelaufen“. Und ist sowohl bei der großen Orchesterpräsentation mit Vorstellung fast aller Instrumente (eine Koproduktion von Schulen aus Neumünster und Eutin) und der Karibik-Revue „Islands in the Sun“ dabei.

 Nicht nur Text von Schiller erwartet die Zuschauer, wenn der Jugendtheaterclub „Die Jungfrau von Orleans“ auf die Bühne bringt: „Die Version von Michael Müller von der Produktion am Deutschen Schauspielhaus Hamburg wird einfließen“, verriet Höhn. Abwechslungsreiche Workshop-Angebote macht Lehrer Ingo Mitzloff am Fachtag darstellendes Spiel.

 Dass Theater längst in die Leistungsbewertung an Schulen Eingang gefunden hat, beweisen die beiden Tage des öffentlichen Vorspielens von Alexander-von-Humboldt-Schülern: „Dafür gibt’s dann eine Zensur, das ist transparente Notengebung“, kündigte Höhn an. Als „jüngste“ mit von der Partie ist die Vicelinschule, die mit Kinderbuchautor James Krüss „Eine Seefahrt nach Rio“ unternimmt.

 Die Preise für die Angebote schwanken von kostenlos (Fachtag, öffentliches Vorspiel) über normal (3 Euro Schüler, 5 Euro Erwachsene) bis 4 und 6 Euro bei Musikproduktionen. „Da werden Kosten für Gema und Autorenrechte fällig, das müssen wir berücksichtigen“, erklärte Sünne Höhn. Karten sind ab sofort im Kulturbüro am Kleinflecken 26 zu haben; Reservierung ist möglich unter Tel. 04321/9423316. Das Programm soll auch ins Internet gestellt werden; www.neumuenster.de/kultur. Bitte Daumen drücken für die Wilhelm-Tanck-Schule. Höhn: „Die ist erstmals dabei und mit einem Musical mit Songs aus den 70er Jahren gleich voll eingestiegen.“

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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