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Waldgeister fanden lila Pilz

Neumünster Waldgeister fanden lila Pilz

17 Kinder haben bei der Ferienaktion „Waldgeistertage“ vom Team Dock.24 nicht nur viel Spaß gehabt, sondern im Brachenfelder Gehölz in Neumünster auch viel über die Natur gelernt. Unter anderem studierten sie Frösche, suchten Garnelen und fanden den essbaren Lila Lacktrichterling.

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„Was schwimmt denn da?“ Bei der Ferienaktion Waldgeistertage des Teams Dock.24 im Brachenfelder Gehölz suchten die Kinder in der Dosenbek nach kleinen Garnelen.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. „Gegen einen Fisch kann man als Mensch keinen Glotz-Wettbewerb gewinnen“, verkündet Emil Schulz sein neues Wissen mit einem schelmischen Lächeln und erklärt mit professoralem Unterton, dass Fische ja keine Augenlieder hätten und so nicht wie wir Menschen gezwungen seien, im Minutentakt mit unseren Liedern den Augapfel mit Feuchtigkeit zu benetzen.

 Emil ist bekennender Waldfan. Erstmals als „Waldgeist“ ist seine Schwester Janne dabei. In einem Glasbehälter, dessen durchsichtiger Deckel wie ein Mikroskop wirkt, zeigt sie einen kleinen Frosch, den sie im Unterholz entdeckt und zu „Studienzwecken“ eingefangen hat. „Die leben im feuchten Laub“, erklärt sie. Frösche hätten eine glatte Haut und unterschieden sich dadurch von den Kröten, die eine pustelige Haut haben, berichtet die Nachwuchs-Biologin.

 „Ich hab einen. Ich hab einen“, ruft derweil Colin Sandau und kommt freudestrahlend mit einem kleinen Pilz angelaufen. „Das ist ein Lila Lacktrichterling. Der ist selten“, weiß der junge Pilzexperte und zeigt seine Beute den anderen 16 Kindern, die eine Woche im Gehölz auf spielerische Weise viel über Wald und Flur erfahren haben. Das sei ein Speisepilz, der sich durch seinen dezenten Geschmack auszeichne, erklärt Colin auch Jasper Kern. Der Siebenjährige wiederum hat sich zum Spezialisten für analoge „Einbruchssicherungen“ entwickelt. Aus zusammengebundenen Ästen, die er an seinem selbstgebauten Unterstand befestigt hat, hat er eine Stolperfalle konstruiert. „Wenn jemand in meine Hütte einsteigen will, werde ich durch das Geraschel der Blätter an den Ästen gewarnt“, erklärt Jasper seine Konstruktion.

 „Durch eine Mischung aus pfadfinderischen und spielpädagogischen Elementen, können die Kinder das Gebiet Brachenfelder Gehölz spielerisch erleben, erkunden und erfahren“, beschreibt Betreuerin Annika Carstens das Konzept der Waldgeistertage. Das Projekt ist ein Dauerbrenner des Teams Dock.24. In den Sommerferien musste es jedoch ausfallen, da, wie berichtet, zeitgleich das Ferienprojekt „Neumünstrum – die Stadt in der Stadt“ lief.

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