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Hoffung für die Waldkinder

Bokhorster Bauwagen Hoffung für die Waldkinder

Fast 1600 Unterschriften für die Aufstellerlaubnis von Kita-Bauwagen in den Wäldern des Landes haben die Initiatoren der Bokhorster Kita dem Petitionsausschuss des Landtages übergeben. Ausschussvorsitzender Jürgen Weber machte den Akteuren Mut, eine Lösung zu finden.

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In der Hocke nahm Jürgen Weber die Unterschriftenlisten von den Waldkindern Karlotta, Henri, Mia und Anton entgegen. Unterstützt wurde die Übergabe von Herbert Beyring, Ulrike Witte, Johanna Bartels, Thomas Bahr, Petra Rothenburg-Bahr, Alesandra Kummutat sowie Harry von Bülow (von links).

Quelle: Sven Tietgen

Schillsdorf. „Wenn es Wege gibt, werden wir sie finden“, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete beim Treffen mit einer Abordnung aus Bokhorst auf der Wiese am Kieler Landeshaus. Mit breiter Unterstützung aus der Region rückten Waldkinder und Eltern, Vertreter der Kita und des kirchlichen Trägers, der örtlichen Kommunen sowie Waldbesitzer Harry von Bülow an. Innerhalb von sechs Wochen hatten sie 1186 Unterschriften bei Veranstaltungen, Firmen und Einrichtungen in der Region des Amtes Bokhorst-Wankendorf gesammelt, weitere 400 Unterstützer trugen sich auf der Internetseite des Petitionsausschusses ein. Zahlreiche Rückläufer kamen zudem aus den Reihen der landesweit 81 Waldkindergruppen.

 Initiatorin Petra Rothenburg-Bahr machte deutlich, dass es nicht nur um die Beibehaltung des Bauwagens im Bokhorster Wildhagen geht. „Wir wollen Rechtssicherheit für alle Waldkindergärten erreichen, es geht nicht nur um uns“, betonte die Leiterin der Bokhorster Waldkindergruppe. Der Kreis Plön fordert, wie berichtet, die Verlegung des Bauwagens aus dem Wald an den Waldrand und beruft sich dabei auch auf das Landesbaugesetz. Die Duldungsfrist läuft Ende Dezember aus. In der Petition verlangen die Bokhorster eine Regelung für Waldwagen – ähnlich wie die Erlaubnis zum Bau und Betrieb von Förstereien im Wald. Erbost über den Kreis Plön ist Waldbesitzer Harry von Bülow, der der Aufstellung des Bauwagens als Materiallager und Aufenthaltsraum vor drei Jahren zustimmte. „Was der Kreis da macht, ist ein Eingriff in mein Eigentumsrecht“, schimpfte von Bülow.

 Der Petitionsausschuss will jetzt die Stellungnahmen von Kreis, Kommune und Heimaufsicht abwarten. Seine Entscheidung in Form einer Empfehlung soll dann in drei bis vier Monaten fallen. Jürgen Weber will sich dafür einsetzen, dass der Status quo bis zum Beschluss erhalten bleibt. Sollte das Gremium der Bokhorster Forderung zustimmen, ist die Chance auf ein Einlenken der Plöner Kreisbehörden groß. „Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn unser Urteil nicht befolgt werden wird“, sagte der Ausschussvorsitzende.

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