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Abfall ist in Wittorferfeld nicht Müll

Bilanz des Wertstoffzentrums Abfall ist in Wittorferfeld nicht Müll

29964 Tonnen Bio- und Grünabfall sind 2015 in der Kompostierungsanlage im SWN-Wertstoffzentrum in Wittorferfeld verarbeitet worden. Der Recyclinghof verbuchte 40417 Anlieferungen. Die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) hat fast 244000 Tonnen Abfall verarbeitet. Beeindruckende Zahlen.

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Rund 1000 Tonnen Müll werden täglich in der MBA angeliefert. Die Bilanz des vergangenen Jahres kann sich sehen lassen.

Quelle: Anja Rüstmann

Neumünster. Während die Segeberger jedes Jahr rund 1000 Tonnen mehr Biomüll sammeln, stagniert es bei den Neumünsteranern schon länger. Im Vergleich zu den Nachbarkreisen ist es „in Neumünster verdammt teuer, sich eine Biotonne zu leisten“, sagte MBA-Geschäftsführer Norbert Bruhn-Lobin. Da wundere es fast nicht, dass der Biomüll entweder selbst kompostiert oder in die Restmülltonne geworfen wird. „Wenn mehr Biomüll in der grünen Tonne landet, rechnet sich das aber auch für die Bürger“, warb Bruhn-Lobin. Denn eine Tonne Biomüll koste 50 Euro, eine Tonne Restmüll grob das doppelte in der Wandlung.

 Spitzenzahlen gibt es dagegen vom Recyclinghof, bei dem 2015 genau 40417 Anlieferungen (privat und gewerblich) verzeichnet wurden, ein Anstieg um neun Prozent. 8566 Tonnen Altmetalle wurden an die Metallindustrie weitergeleitet, außerdem 223 Tonnen Elektroschrott angenommen, 1067 Tonnen Holz, 1843 Tonnen Bauschutt, 102 Tonnen Dämmmaterial, 302 Tonnen Baustoffe, 128 Tonnen Pappe und Papier und 1,67 Tonnen Kunststoffe.

 Die Mechanisch-Biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) hat nochmal an Energieeffizienz zugelegt und im vergangenen Jahr fast 244000 Tonnen Abfall verarbeitet. Hier landet der Rest- und der Sperrmüll aus Neumünster und Flensburg, den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde und Nordfriesland, seit Anfang dieses Jahres außerdem aus dem nördlichen Kreis Segeberg. Es entsteht ein Brennstoff, der dann in der Thermischen-Ersatzbrennstoff-Verwertungsanlage (TEV) Fernwärme für 20000 Haushalte erzeugt.

 „Stark getroffen hat uns der Brand am 30. August“, sagt Bruhn-Lobin. An dem Sonntagvormittag fingen in der Anlieferungshalle Sperrmüll und Gewerbeabfälle Feuer. „Vermutlich hat sich ein Lithium-Akku entzündet“, sagt Geschäftsführer Dietmar Schneider. So etwas geschehe explosionsartig. Es entstand ein Schaden von vermutlich 2,5 Millionen Euro, und bisher ist er nur provisorisch behoben. „Wir müssen das im laufenden Betrieb machen“, erklärt er, was teure Wochenendarbeit bedeutet. Dach und Fassade der Anlieferungshalle müssen ausgetauscht, die Brandschutzbeschichtung der Stahlträger repariert werden. Im Sommer soll dann alles erledigt sein. „Wir sind aber glimpflich davongekommen“, sagt Bruhn-Lobin, es handelt sich um einen Versicherungsschaden.

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