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Wertvoller Magerrasen in Faldera

Bergsandglöckchen und Borstgras Wertvoller Magerrasen in Faldera

Er ist zwar nicht als Biotop geschützt, stellt aber dennoch botanisch gesehen ein wertvolles Areal im Stadtgebiet dar: der Magerrasenstreifen östlich der Flensburger Straße hat Seltenheiten wie Bergsandglöckchen und Hasenklee zu bieten.

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Hasenklee hat sich auf dem Trockenrasen-Areal an der Flensburger Straße breit gemacht, wie Matthias Trauzold zeigt.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Neumünster. Er ist zwar nicht als Biotop geschützt, stellt aber dennoch botanisch gesehen ein wertvolles Areal im Stadtgebiet dar: der Magerrasenstreifen östlich der Flensburger Straße ab Ehndorfer Straße, der sich von der Fröbelschule bis zum Wäldchen an der Schwale zur Wiese verbreitert.

 Zu Beginn der 90er Jahre kam das Gelände erstmals in die Schlagzeilen. In der Schleswiger Straße sollte Bauland ausgewiesen werden; als Ausgleichsfläche dafür wurde besagter Streifen an der Flensburger Straße festgeschrieben. Ein eher konservatives Mitglied des Bau- und Umweltausschusses ärgerte sich damals über seiner Meinung nach übertriebene Schutzgebiete in der Stadt und riet, brachliegende städtische Flächen „einmal im Jahr unter den Pflug zu nehmen“, damit Dinge wie Trockenrasen gar nicht erst entstehen könnten.

 „Es handelt sich hier um eine Trockenrasen ähnliche Vegetation mit relativ seltenen Pflanzen“, erklärte Matthias Trauzold von der Umweltbehörde, ohne Allerweltsarten wie Brennnessel, Klee oder Löwenzahn, die Nährstoffeintrag auf gedüngten Böden bevorzugten und seltene Pflanzen überwuchern. Dafür kommen hier die Seltenen vor.

 Trauzold zählt auf: „Das Bergsandglöckchen mit den unscheinbaren blauen Köpfchen, Hasenklee, geruchlose Kamille oder nardus stricta, das Borstgras.“ Diese Fläche wird nur einmal im Jahr gemäht und zwar spät, nicht vor September. „Damit die Pflanzen blühen und ihre Samen ausstreuen können. Auch das Mahtgut wird entfernt, um die Fläche nährstoffarm zu halten“, erläutert Trauzold.

 Dass am Beginn der Fläche hin zur Ehndorfer Straße Bäume und Büsche eingewandert sind, findet er „nicht so gut“. Um das 1,3 Hektar große Areal vor Fremdeinwirkung besser zu schützen, hat das Technische Betriebszentrum (TBZ) im hinteren Bereich große Feldsteine am Straßenrand ausgelegt, um Autofahrer, die zu Hunderunden anreisen, vom Befahren der Wiese zwecks bequemen Wendens abzuhalten. Wie die Reifenspuren im Gras und beiseite geräumte Steine bezeugen, reagieren Menschen bisweilen erziehungsresistent.

 Ein Granitstein mit Inschrift, der als als Überbleibsel eines Lehrpfades auf das Modellprojekt Biotopverbund im besiedelten Bereich seit Ende der 90er Jahre hingewiesen hatte, wurde mittlerweile entfernt.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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